Dienstag, 03. März 2015

Für Patienten

02.04.2007
Von: MT
Artikel Nummer: 10637
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Reisetipps bei chronischen Erkrankungen

Asthmatiker, Diabetiker, Herzkranke: Keine Frage, dass diese Menschen vor einer Reise ausführliche Beratung von ihrem Arzt benötigen. Doch auch Menschen mit anderen chronischen Leiden dürfen nicht vergessen, dass in der Ferne viele Umstände ungewohnt sind und die üblichen Hilfen nicht so ohne Weiteres zur Hand


Eine immer wiederkehrenden Harnwegsinfektion stellt zum Beispiel keineswegs die Reisefähigkeit infrage - trotzdem sollte man sich als Betroffener vorab informieren, ob im geplanten Aufenthaltsgebiet flächendeckend Toiletten zur Verfügung stehen.

Zudem gilt es, die Frage einer vorbeugenden Antibiotikatherapie zu klären. Alternativ müssen Antibiotikum und Teststreifen mit ins Gepäck. Die Reiseimpfungen vor Urlaubsantritt laufen ganz normal - mit einer Einschränkung: Unter einer laufenden Antibiotikatherapie darf keine Typhus-Impfung mit Lebendimpfstoff zum Schlucken eingenommen werden.

Im Wüstenklima kann der Drang noch größer sein

Bei sehr häufigem „Müssen“ ist zu erwägen, ob man vor einer Flugreise vorübergehend ein Hormon zur Drosselung des Harndrangs einnimmt. Ansonsten sollten Betroffene im Urlaub trotz der Sorge vor häufigen Toilettenpausen unbedingt genug trinken - insbesondere bei Tropen- oder Wüstenklima und Aufenthalten in großer Höhe oder in Kältegebieten. Denn obwohl hier der Drang am größten ist - ein falsches Vorbeugen durch wenig Flüssigkeitszufuhr begünstigt die Harnwegsinfektion wiederum.

Menschen mit chronischer Gastritis müssen wissen, dass ihre Medikamente, die sie zur Entschärfung der Magensäure einnehmen, die Gefahr von Reisedurchfällen erhöhen. Es gilt deshalb, noch vor dem Urlaub zu klären, ob die Magen-Dauermedikation wirklich zwingend nötig ist. Falls ja, müssen unbedingt entsprechende Medikamente und Elektrolyt-Getränkepulver für den Fall einer schweren Durchfallerkrankung in den Koffer.

Eine vorherige Impfung mit Cholera- und ETEC-Impfstoff könnte allerdings helfen, die häufigste Ursache für eine Reisediarrhö - eine E.-coli-Infektion – deutlich in den Hintergrund zu drängen.

Weiterhin zu beachten: Ab Höhen von über 3500 Meter steigt die Gefahr von Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Bei Höhenkrankheit dürfen Menschen mit chronischer Gastritis deshalb auf keinen Fall Acetylsalicylsäure (ASS) einnehmen.

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