Mittwoch, 16. April 2014

Für Patienten

12.03.2006
Von: MT
Artikel Nummer: 10527
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Die Pille: Wie schlimm sind die Nebenwirkungen? (Seite 2)


Absolutes Risiko sei trotz allem gering

Seine Argumente: Die Pille sei bei korrektem Gebrauch extrem effektiv im Verhüten unerwünschter Schwangerschaften und auch wenn ein höheres Krebsrisikos nachgewiesen worden sei, bleibe das absolute Risiko dennoch sehr gering. Denn bei der Betrachtung des Krebsrisikos solle nicht nur der Brustkrebs berücksichtigt werden; es gebe nämlich überzeugende Daten, dass die Pille die Gefahr von Krebserkrankungen der Eierstöcke und der Gebärmutterschleimhaut senkt. Und auch wenn die Pille für Risiken wie beispielsweise Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnungsneigung bekannt sei, habe sie noch weitere positive Effekte. Dazu zählte Cerhan die günstigen Wirkungen auf Menstruationsbeschwerden, auf entzündliche Erkrankungen des Beckens und auf die Knochendichte.

Brustkrebsvorsorge früher beginnen?

Insgesamt jedoch ist es auch für den Experten aus der Mayo Clinic keine Frage, dass die Pille auch in niedriger Wirkstoffkonzentration als Risikofaktor für Brustkrebs nach den Wechseljahren identifiziert wurde. Vor allem junge Frauen sollten deshalb zusammen mit ihrem Frauenarzt das Für und Wider sehr sorgsam abwägen. Außerdem sprechen die Daten nach Auffassung von Cerhan dafür, die Brustkrebsvorsorge bei Frauen schon im jüngeren Alter zu beginnen.
 

1. Chris Kahlenborn et al., 2. James R. Cerhan, Mayo Clin Proc 2006; 81: 1290 – 1302 und 1287 – 1289

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