Samstag, 20. Dezember 2014

Für Patienten

09.04.2007
Von: Manuela Arand
Artikel Nummer: 10683
  • Es können nur eingeloggte Benutzer Kommentare verfassen
  • Empfehlen Sie diesen Artikel per E-Mail weiter
  • Artikel drucken

So finden Sie das richtige Schmerzmittel

Zahnschmerzen, Kopfweh mit oder ohne Kater, Schmerzen während der „Tage“ - es gibt viele Gründe, weshalb man manchmal ein Schmerzmittel braucht, ohne dass es sich lohnt, deshalb den Arzt aufzusuchen. Dann ist es gut zu wissen, welche Wirkstoffe gegen welche Schmerzen besonders gut helfen.


Ein Wort vorweg: Immer dann, wenn ein Schmerz besonders stark ist, wenn er von anderen Symptomen wie Übelkeit oder Schwindel begleitet wird, wenn er auf die Selbstbehandlung nicht richtig anspricht, wenn ein altbekannter Schmerz plötzlich seinen Charakter ändert oder häufiger auftritt als gewohnt, ist unbedingt ein Arztbesuch geboten! In solchen Fällen kann eine Selbstbehandlung gefährlich werden, weil sie die Diagnose verzögert.

Vier Gruppen von Schmerzmitteln

Neben rezeptfreien möchten wir Ihnen auch rezeptpflichtige Mittel vorstellen, die bei Schmerzen vom Arzt verschrieben werden – denn die Reste landen dann oft in der Hausapotheke und könnten falsch eingesetzt werden. Von den Opiaten abgesehen, werden bei den Schmerzmitteln grob vier Gruppen unterschieden:

  • Paracetamol (rezeptfrei), sozusagen eine eigene Gruppe für sich
  • Metamizol (rezeptpflichtig), ebenfalls einziger Vertreter seiner Gruppe
  • nicht-steroidale Antirheumatika* (kurz NSAR) mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin und Naproxen (rezeptfrei erhältlich sind Medikamente mit Acetylsalizylsäure und Ibuprofen)
  • Cox-2-Hemmer (rezeptpflichtig) mit den Wirkstoffen Rofecoxib und Etoricoxib (beide rezeptpflichtig)

Fiebersenkend und gut verträglich

Paracetamol gilt als ein gut verträgliches Schmerzmittel, ist allerdings in seiner Wirkung nicht ganz so stark wie die anderen Wirkstoffe. Es senkt wie Metamizol, NSAR und Cox-2-Hemmer auch das Fieber, aber anders als diese wirkt es nicht gegen Entzündungen. Wegen seiner guten Verträglichkeit kann es auch Kindern gegeben werden. Dabei müssen allerdings die Höchstdosis – maximal 60 Milligramm pro Kilogramm Köpergewicht – und die vorgeschriebenen Einnahmeabstände unbedingt beachtet werden.

Auch Erwachsene sollten nicht mehr als vier Gramm pro Tag (acht Tabletten) nehmen. Menschen, die leber- oder nierenkrank sind, sollten Paracetamol nicht ohne Rat des Arztes verwenden!

Lesen Sie weiter: Seite 2

 

Artikel kommentieren

 

Um einen Artikel zu kommentieren müssen Sie sich einloggen. Falls Sie noch kein Login haben können Sie hier einen Zugang erstellen.

 
Geben Sie bitte Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich anzumelden.

 

Mehr zum Thema

 

Stichworte