Donnerstag, 27. November 2014

Infotainment

17.01.2012
Von: Medical Tribune
Artikel Nummer: 16598
  • Es können nur eingeloggte Benutzer Kommentare verfassen
  • Empfehlen Sie diesen Artikel per E-Mail weiter
  • Artikel drucken

MT-Video: Gastroskopie

Bei Magenbeschwerden oder saurem Aufstoßen kann eine Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des oberen Dünndarms notwendig werden. Wenn Sie wissen möchten, wie eine Gastroskopie abläuft, schauen Sie sich unser Video an.


Loading the player ...

Video


Bei der Gastroskopie, auch Magenspiegelung genannt, wird mit Hilfe einer speziellen Kamera (Gastroskop) der obere Verdauungstrakt untersucht. So können das Innere von Speiseröhre (Ösophagus), Magen (Gaster) und Zwölffingerdarm (Duodenum) genau angeschaut und begutachtet werden. Der vollständige medizinische Ausdruck für diese Untersuchungsmethode lautet deshalb auch Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD).

Durch das Einpumpen von Luft dehnen sich diese Hohlorgane und der Arzt kann den Zustand der Schleimhäute besser beurteilen. Entzündungen des Magens (Gastritis) oder der Speiseröhre (Ösophagitis) rufen eine Rötung der Schleimhaut hervor. Oft lassen sich auch Fibrinauflagerungen erkennen. Fibrin ist ein Protein, welches normalerweise bei der Blutgerinnung gebildet wird und Ausdruck einer chronischen Entzündung sein kann.

Ein ständiges Zurücklaufen von Magensäure in die Speiseröhre (Reflux), kann Ursache einer Ösophagitis sein. Häufig ist diese sogenannte Reflux-Krankeit durch eine unzureichende Verschlussfunktion der Kardia (Kardiainsuffizienz) bedingt. In diesen auch Cardia ventriculi genannten Bereich des Magens geht die zweischichtige Muskulatur der Speiseröhre in die dreischichtige Magenmuskulatur über.

Über einen kleinen Kanal im Gastroskop ist es außerdem möglich, spezielle Instrumente einzubringen. So können beispielsweise Proben direkt aus veränderten Schleimhautarealen entnommen und zur feingeweblichen Untersuchung (Histopathologie) geschickt werden. Auch das Bakterium Helicobacter pylori, das oft an einer Entzündung des Magens beteiligt ist, lässt sich dabei nachweisen.


Dieses Video ist eine Produktion der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH in Kooperation mit der Überörtlichen chirurgischen Gemeinschaftspraxis Seligenstadt, Fachbereiche Viszeral- und Gefäß-Chirurgie

 

Artikel kommentieren

 

Um einen Artikel zu kommentieren müssen Sie sich einloggen. Falls Sie noch kein Login haben können Sie hier einen Zugang erstellen.

 
Geben Sie bitte Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich anzumelden.

 

Mehr zum Thema