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Donnerstag, 20. Juni 2013

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08.05.2009
Von: AB
Artikel Nummer: 13934
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40 % geringeres Risiko bei sieben Stunden Training pro Woche

Durch fettarme und ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität kann jeder Mensch selbst sein Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich vermindern. Das gilt insbesondere für das kolorektale und das Mammakarzinom. Beim Sport gibt es sogar eine Dosis-Wirkungs-Beziehung.


Durch eine „richtige“ Ernährung lassen sich viele Krebserkrankungen vermeiden. Besonders hoch liegt dieser Anteil mit zwei Dritteln beim Dickdarmkrebs und beim Magenkrebs. Weiterhin lässt sich ein Drittel aller Mammakarzinome durch eine adäquate Ernährung verhindern.

Eine enge Korrelation mit dem Karzinomrisiko weist besonders bei Frauen die Adipositas auf. Rund 40 % aller Tumoren von Frauen sind Adipositas-assoziiert, betont Professor Dr. Hans Hauner vom Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München.

Im WHI Dietary Modification Trial wurde der Effekt einer fettreduzierten Ernährung auf verschiedene Krankheitsrisiken an fast 50 000 Frauen zwischen 50 und 79 Jahren untersucht. Nach einem Follow-up von mehr als acht Jahren ergab sich kein signifikanter Unterschied zwischen Interventions- und Vergleichsgruppe im Auftreten kolorektaler Karzinome. Andere Risikofaktoren spielen hier möglicherweise noch eine größere Rolle, z.B. Rauchen und geringe Ballaststoffzufuhr.

Invasive Mammakarzinome traten in der Interventionsgruppe jedoch deutlich seltener auf, wobei der Unterschied nur knapp die statistische Signifikanz verfehlte. Erklärt werden kann der Einfluss der Adipositas auch damit, dass diese mit einem veränderten Östrogenmetabolismus einhergeht und mit einer verminderten Estradiolbindung.
Die zweite Säule der Krebsprävention stellt die körperliche Aktivität dar. Körperliche Fitness ist klar mit einem geringeren Risiko verbunden, an einem Tumor zu versterben, so Professor Dr. Martin Halle von der Abteilung für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München. „Diese Assoziation wird nicht nur durch die Adipositas beeinflusst, sondern besteht unabhängig.“

Nach einer neuen Untersuchung von Thompson1 et al. haben auch körperlich fitte Patienten mit metabolischem Syndrom und Diabetes ein signifikant um 32 % geringeres Tumormortalitätsrisiko als inaktive metabolische Patienten.

Die Cancer Prevention Study II hat auch gezeigt, dass körperliche Aktivität in der Prävention von Darmkrebs umso erfolgreicher ist, je intensiver sie durchgeführt wird. Menschen, die mehr als sieben Stunden pro Woche trainieren, haben ein um 40 % geringeres Darmkrebsrisiko als Inaktive. Liegt diese Aktivität mehr als zehn Jahre zurück, verliert sie ihren präventiven Effekt.

Eine Studie aus Norwegen2 untersuchte den Einfluss körperlicher Aktivität auf das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, an mehr als 25 000 Frauen zwischen 20 und 54 Jahren. Nach einem Follow-up von fast 14 Jahren waren 350 Mammakarzinome aufgetreten. Prämenopausale Frauen, die mehr als vier Stunden pro Woche trainiert hatten, hatten fast nur ein halb so hohes Erkrankungsrisiko wie inaktive prämenopausale Frauen. Bei den postmenopausalen Frauen führte das intensive Training immerhin zu einer Reduktion des Brustkrebsrisikos um ein Drittel. Der präventive Effekt von Sport – durchschnittlich eine Risikoreduktion um 25 bis 30 % – wurde primär bei schlanken Frauen beobachtet.

1 Thompson AM et al., Diabetes Care 2008; 31: 754–769
2 Thune et al., N Engl J Med 1997; 336 (18): 1269–1275

Quelle: Internationales Symposium Krebs & Sport

Primärprävention

  • Erhaltung eines normalen Körpergewichts (BMI 18,5 bis 24,9 kg/m2)
  • Vermeidung einer Gewichtszunahme um mehr als 5 kg im Erwachsenenalter
  • regelmäßige körperliche Bewegung
  • täglicher Verzehr von mindestens 400 g Obst und Gemüse
  • mäßiger Verzehr verarbeiteter Fleischprodukte (Wurst)
 

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