Donnerstag, 31. Juli 2014

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12.11.2009
Von: CG
Artikel Nummer: 14865
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Arznei-Chaos bei Demenz vermeiden!

Wer demenzkranke Patienten behandelt, sollte Medikamenten-Interaktionen gut im Auge behalten. Eine neue Studie zeigte: Drei Viertel der Senioren nehmen bereits mindestens drei Pharmaka – manche sogar sehr viel mehr.


Damit Ihre Therapie mit Cholinestereasehemmern der zweiten Generation (Rivastigmin, Donepezil und Galantamin) gut vertragen wird, gilt es auf mögliche Interaktionen zu achten. Wie viele andere Medikamente die oft multimorbiden Demenzpatienten bereits zu Beginn der Therapie einnehmen, prüften Professor Dr. Georg Adler vom Institut für Studien zur Psychischen Gesundheit in Mannheim und Kollegen in einer Studie an 131 Alzheimerkranken.

Kein oder nur ein bis zwei Arzneimittel – das war mit 2 % bzw. 22 % eher die Ausnahme, wie die Befragung in den beteiligten Arztpraxen zeigte. 57 % des Kollektivs nahmen 3–5 Pharmaka, 12 % schluckten sechs bis acht Medikamente wegen weiterer Begleiterkrankungen. Und 2 % hatten sogar mehr als zehn Arzneimittel auf dem Tagesplan.

Da ab einer Anzahl von mehr als drei Begleitmedikamenten nicht mehr vorausgesagt werden kann, wie viel des jeweiligen Cholinesterasehemmers das jeweilige Kompartiment erreicht, sollten die unterschiedlichen pharmakologischen Eigenschaften der jeweiligen Antidementiva bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden, fordern die Autoren auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Nähere Informationen insbesondere zu Interaktionen am CYP450 geben entsprechende Datenbanken*.

* medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/

 

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