Montag, 25. Mai 2015

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13.02.2002
Von: MW
Artikel Nummer: 1784
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Salicylsäure vertrieb Lippenwarze

Ein Zehnjähriger stellte die Hautärzte der   Universitätsklinik Gießen vor ein kniffliges Problem: Seit Monaten bestand eine Warze an der linken Unterlippe, die ihn sowohl mechanisch behinderte als auch kosmetisch störte.


Ein niedergelassener Hautarzt hatte bereits mit flüssigem Stickstoff behandelt. Aber zum einen war dies für den Jungen sehr schmerzhaft gewesen, und zum anderen kam es schon kurze Zeit später zum Rezidiv, berichtete Dr. Christoph Löser von der Universitäts-Hautklinik Gießen in einem Posterbeitrag auf der 41. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Deshalb war an einen weiteren Versuch mit Kryo oder Laser hier erst mal nicht zu denken. Die sonst so beliebten Warzentinkturen mit Schäl- (Salicylsäure) oder Ätzmitteln (Resorcin, Silbernitrat, Salpetersäure) und lokale Zytostatika (Podophyllin) sind im Gesicht und an Schleimhäuten aber nicht zugelassen.

 

 

Man entschloss sich schließlich dennoch zu einem individuellen "Heilversuch" mit einer Salicyl- und Milchsäure-haltigen Lösung (Duofilm®). Die Mutter applizierte diese drei- bis viermal täglich und zog vor jeder Anwendung den entstandenen Film vorsichtig ab. Innerhalb von drei Wochen heilte die Warze komplett ab, ohne dass die Umgebung gereizt wurde. Nach zwölf Monaten war der Junge immer noch rezidivfrei.

 

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