Dienstag, 02. September 2014

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21.01.2008
Von: Rft
Artikel Nummer: 12201
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Bei hyperaktiven Kindern reift das Gehirn langsamer

Bei hyperaktiven Kindern ist die Entwicklung des Frontalhirns, das Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit steuert, um bis zu fünf Jahre verzögert, während der motorische Cortex eventuell sogar schneller reift.


Lassen sich die Symptome des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperakti¬vitätssyndroms, kurz ADHS, aus einer veränderten Hirnentwicklung erklären? US-Forscher von den National Institutes of Health and Mental Health untersuchten die Gehirne von 446 Kindern und Jugendlichen, darunter 223 mit ADHS, im Kernspin. Dabei wurden über 40.000 Punkte registriert. Aus den Ergebnissen erstellte man ein Video zur zeitlichen Entwicklung der Großhirnrinde. Bei Kindern mit ADHS ist die Entwicklung jener Regionen im frontalen Cortex verzögert, die unangemessene Handlungen unterdrücken und Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit steuern. Auch die Bereitschaft, sich für Belohnungen anzustrengen, wird von dieser Hirnregion vermittelt – alles Bereiche, die beim ADHS-Kind gestört sind. Umgekehrt scheint sich der motorische Cortex sogar schneller zu entwickeln als bei gesunden. Ein Lichtblick: Die Störung wächst sich aus, im Alter von 16 Jahren waren die ADHS-Gehirne nicht mehr von gesunden zu unterscheiden.
Zur Diagnose einzelner ADHS-Fälle eignet sich die MRT übrigens noch nicht, um die Unterschiede zu erkennen, muss man eine Vielzahl von Gehirnen inspizieren.

 

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