Freitag, 25. April 2014

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05.04.2010
Von: abr
Artikel Nummer: 15807
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Fernsehen macht Kleinkinder aggressiv

Gestresste Mutter, quengelndes Kind – da scheint manchmal der Fernseher die beste Lösung, endlich Ruhe ins Spiel zu bringen. Doch Vorsicht: Langes Glotzen macht die Kleinen erst richtig wild.


Eine US-Studie befragte 3128 Mütter von Dreijährigen nach den Fernsehgewohnheiten sowie einigen Variablen zur Aggressivität ihrer Sprösslinge. Dabei zählte nicht nur die Zeit, die die Kinder vor der Flimmerkiste verbrachten, sondern auch, wie lange diese im Haushalt täglich lief. Außerdem erbaten die Kollegen Angaben zu Wohnumfeld, familiären Schwierigkeiten und mütterlichen Krankheiten wie Depressionen.

Durchschnittlich saßen die Kleinen drei Stunden pro Tag direkt vor dem Gerät, dazu kamen noch rund fünf Stunden indirekter Berieselung durch einen laufenden Kasten in der Wohnung. Es zeigte sich, dass ein hoher Konsum – sowohl direkt als auch indirekt – in engem Zusammenhang mit der Aggressivität der Kinder stand. Weitere ungünstige Faktoren waren Schläge innerhalb des letzten Monats, ein zweifelhaftes nachbarschaftliches Umfeld, Depressionen der Mutter und elterlicher Stress. Nach diesen Ergebnissen ist zu überlegen, ob Fernsehempfehlungen für Kinder auch Ratschläge für den generellen TV-Gebrauch im Haushalt beinhalten sollten.

Jennifer A. Manganello et al., Arch Pediatr Adolesc Med 2009; 163: 1037–1045

 

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