Donnerstag, 18. Dezember 2014

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06.02.2002
Von: AW
Artikel Nummer: 1890
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Blut-Ei reizte die Lunge

Husten und eigroße Raumforderung in der Lunge - ein Malignom? Weit gefehlt!


Ein 86-jähriger Hypertoniker mit milder COPD klagte über einen seit drei Wochen bestehenden nicht produktiven Husten. Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsabnahme verneinte der Senior, und auch die körperliche Untersuchung ergab nichts Auffälliges. Der Röntgen-Thorax zeigte jedoch eine 6 cm große, eiförmige Läsion im rechten Lungenoberlappen, und das CT bestätigte eine umschriebene, homogene Läsion, deren Dichte derjenigen von Wasser ähnelte. Da bei der Bronchoskopie keine endobronchiale Läsion zu finden war, wurde der verdächtige Herd unter CT-Kontrolle punktiert, worauf sich reichlich Material aspirieren ließ, das degenerierte Blutzellen enthielt. Im Kontroll-CT drei Monate später konnte die Läsion nicht mehr nachgewiesen werden.

Lungenhämatome treten meist im Zusammenhang mit einem stumpfen Thoraxtrauma auf, heißt es im "Southern Medical Journal". Bei COPD-Patienten mit pulmonalen Bullae kommt es manchmal auch unter einer mechanischen Beatmung zur Ruptur von Gefäßen und dann zum Hämatom. Bei dem beschriebenen Patienten war es jedoch spontan ohne äußere Einwirkung aufgetreten. Im Röntgen-Thorax stellen sich Lungenhämatome meist als sphärische, gut abgegrenzte Läsionen dar. Auch ohne Therapie bilden sie sich i.d.R. innerhalb von zwei bis acht Wochen zurück.

 

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