Dienstag, 29. Juli 2014

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27.05.2009
Von: AZ
Artikel Nummer: 14052
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Cola und Limonade mit Steuern vergällen?

Kann man Übergewichtige über ihren Geldbeutel zu gesünderem Konsumverhalten bewegen? Eine Steuer für zuckerhaltige Getränke soll den Kampf gegen die Fettsucht unterstützen.


Die Ausbreitung der Fettleibigkeit zu drosseln, verlangt nach neuen Ideen. Ein kontrovers diskutierter Ansatz schwappt jetzt aus den USA zu uns herüber: Erhöhte Steuern auf Limonaden. Der exzessive Genuss zuckerhaltiger Getränke trägt laut Ernährungsexperten maßgeblich zur Entstehung von Übergewicht bei. Ihrer Meinung nach würde weniger Konsum auch zu einem Rückgang ernährungsbedingter Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen – was nicht nur das Gesundheitssystem finanziell entlasten würde. Denn auch volkswirtschaftlich wirkt sich die zunehmende Verfettung der Menschen ungünstig aus, u.a. durch geringere Produktivität und häufiges Fehlen am Arbeitsplatz. Wie Dr. Kelly Brownell von der Yale Universität vermutet, sind die zuckersüßen Brausen einer der größten Verursacher der Übergewichtsepidemie. Dass Preiserhöhungen wahrscheinlich funktionieren würden, hat eine Marktanalyse von Coca-Cola gezeigt: Bei einer Preissteigerung um 12 % sanken die Verkäufe um 14,6 %.

Wenn die wachsenden Steuereinnahmen in ernährungsbezogene Präventions- und Hilfsprogramme gesteckt würden, ließe sich der Nutzen wohl noch weiter erhöhen. Laut Umfragen werden Steuererhöhungen vor allem dann von der Öffentlichkeit toleriert, wenn die gestiegenen Einnahmen in die Prävention von Übergewicht bei Kindern und die Subventionierung gesünderer Lebensmittel fließen.

Kelly D. Brownell et al., N Engl J Med 2009; online first

 

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