Donnerstag, 18. Dezember 2014

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26.11.2009
Von: eno
Artikel Nummer: 14993
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Herzschutz geht auch ohne Fisch

Die Suche nach pflanzlichen Quellen für Omega-3-Fettsäuren scheint erfolgreich: Öle modifizierter Sojapflanzen kurbeln die körpereigene Produktion von kardioprotektiven Fettsäuren an.


Der Konsum von Sojabohnenöl, das aus biotechnologisch veränderten Kulturpflanzen gewonnen wurde, erhöht den Anteil kardioprotektiver Omega-3-Fettsäuren. Dies zeigte eine Doppelblindstudie mit 157 gesunden Probanden. Die Forscher befähigten Sojabohnenpflanzen dazu, ihre Alpha-Linolensäure (ALA) in Stearidonsäure (SDA) umzuwandeln – ein Prozess, mit dem sich der menschliche Organismus schwertut. SDA wird vom Körper hingegen effektiv in Eicosapentaensäure (EPA), einer hochwertigen Omega-3-Fettsäure, umgebaut.

Nach dieser manipulierten „Bypass-Aktion“ von ALA zu SDA prüfte man, was sich bei Konsum von SDA- und EPA-reichen Ölen bzw. Kapseln im Vergleich zum Genuss von Öl unmodifizierter Pflanzen im Verlauf von zwölf Wochen tut. Die EPA-Konzentrationen stiegen um 17,7 % bei Probanden, die täglich SDA-angereichertes Öl eingenommen hatten, in der EPA-Gruppe betrug diese Rate 19,7 %, hieß es auf dem amerikanischen Herzkongress. Im Kontrollkollektiv fand sich hingegen kein Zuwachs der Eicosapentaensäure-Spiegel.

Der zwölfwöchige Konsum von SDA- oder EPA-haltigem Öl wirkte sich auch positiv auf die Serumlipide aus: Bei Probanden mit hohen Triglyzeridspiegeln fiel der Nüchternwert um 26 bis 30 %.

 

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