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02.09.2009
Von: kbf
Artikel Nummer: 14431
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Humanes GLP-1-Analogon lässt Zuckerwerte und Pfunde schmelzen

Humanes GLP-Analogon bewährt sich in Phase-II-Prüfung: Die wöchentliche Applikation senkte den Blutzucker und den HbA1c-Wert deutlich – und bewirkte eine Gewichtsabnahme.


Das natürliche Darmhormon glucagon-like Peptide-1 (GLP-1) lässt sich aufgrund seiner extrem kurzen Halbwertszeit zwar nicht therapeutisch einsetzen, bildet aber die Grundlage für neue Substanzen zur Behandlung des Typ-2-Diabetes. Diese nach dem Inkretinkonzept entwickelten Pharmaka werden Inkretintherapeutika oder Inkretinmimetika genannt. Ein Vertreter ist das lang wirksame humane GLP-1-Analogon Taspoglutid, das sich derzeit in der Phase-II-Prüfung befindet. Das Inkretinmimetikum muss nur einmal pro Woche subkutan appliziert werden, denn es wird nicht durch die Aktivität der Dipeptidyl-Peptidase-IV (DPP-IV) abgebaut, erläuterte Professor Dr. Burkhard Göke, Medizinische Klinik II, Universitätsklinikum Großhadern, München, auf einem Symposium der Firma Roche anlässlich der 44. DDG*-Jahrestagung.

In Phase-II-Studien bewirkte das GLP-1-Analogon nach acht Wochen eine signifikante Senkung der HbA1C-Werte. Dosisabhängig kam es zu ausgeprägten antiglykämischen Effekten, darunter häufig zu einer Normalisierung des Nüchternblutzuckers. Als vielversprechend gilt die Substanz auch deshalb, weil sie eine Gewichtsreduktion bewirkt. Indiziert ist die Injektionstherapie mit Inkretinmimetika derzeit bei Typ-2-Diabetikern, bei denen die orale Therapie versagt hat – und die deshalb eigentlich Kandidaten für eine Insulintherapie sind. Das Potenzial, das in den humanen GLP-1-Analoga steckt, wird nach Gökes Worten immer noch zu wenig ausgeschöpft.

* Deutsche-Diabetes-Gesellschaft

 

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