Donnerstag, 27. November 2014

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05.12.2002
Von: SK
Artikel Nummer: 2455
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Skalpell macht Männer-Stimme weiblich

Endlich von Mann zur Frau operiert worden - nur die Stimme passt noch nicht zur neuen Identität? Kein Problem für Stuttgarter HNO-Ärzte ...


Nach einer Geschlechtsumwandlung von Mann zur Frau sind viele Patientinnen mit ihrer verbliebenen männlichen Stimme unzufrieden. In der HNO-Klinik des Katharinenhospitals in Stuttgart wird diesen Frauen geholfen, indem man die Stimmlippen verkürzt und damit die Stimmlage anhebt, berichtete Dr. MIRIAM CIRUGEDA-KÜHNERT auf der 86. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher HNO-Ärzte.

Dazu entepithelisiert der Operateur das vordere Drittel der Stimmlippen und vernäht es. Zusätzlich wird Botulinumtoxin beidseits in die Stimmlippen gespritzt, um sie ruhig zu stellen und die Gefahr einer Nahtlösung zu minimieren. Es kommt dann zur Vernarbung und Synechie und damit zur Verkürzung der Stimmlippen. Bei 19 Patientinnen wurde der endoskopische Eingriff bisher durchgeführt. Die Stimmlage, die zuvor im Mittel bei männlichen 131 Hz lag, erhöhte sich auf 196 Hz. Die Identifikationsgrenze für eine Frauenstimme liegt etwa bei 170 Hz, erklärte die Referentin. Im Durchschnitt erreichen die Stuttgarter Kollegen eine Erhöhung um sieben Halbtöne, während sich die Lautstärke nicht veränderte. An Komplikationen traten lediglich eine Nahtlösung mit nachfolgend zu kurzer Synechie und - bei einer anderen Patientin - ein Granulationspolyp auf, der aber komplikationslos abgetragen werden konnte.

 

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