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Sonntag, 19. Mai 2013

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Durch ADHS-Medikamente erhöhtes KHK Risiko?

Studienergebnisse zeigen, ob ADHS-Medikamente Herzprobleme machen.

17.12.2011
Von: Dr. Elisabeth Nolde, Foto: thinkstock
Artikel Nummer: 18579
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Durch ADHS-Medikamente erhöhtes KHK Risiko?

Leben Kinder und Jugendliche, die ADHS- Medikamente einnehmen, mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko? Eine große US-Kohortenstudie gibt Entwarnung.


Die Daten von über 1,2 Millionen Kindern und jungen Erwachsenen konnten in einer retrospektiven Studie (1986–2005) ausgewertet werden. Die Teilnehmer waren zwischen zwei bis 24 Jahre alt. Wie im „New England Journal of Medicine“ berichtet wird, gingen rund 2 580 000 Personenjahre, davon 373 667 unter ADHS-Medikation, in die statistischen Analysen ein.


Ziel der Untersuchung war es, das Auftreten schwerer kardiovaskulärer Ereignisse, z.B. plötzlicher Herztod, Myokardinfarkt oder Apoplex, bei den Probanden zu erfassen. Die Ergebnisse des etwa zweijährigen Follow-ups: 33 Studienteilnehmer starben am plötzlichen Herztod, neun hatten einen Myokardinfarkt und 39 einen Schlaganfall. Damit traten insgesamt 81 schwere kardiovaskuläre Ereignisse auf, was einer Häufigkeit von 3,1 auf 100 000 Personenjahre entsprach, berichten die Experten.

ADHS-Medikation: Höheres KHK-Risiko ohne Behandlung

Sieben der betroffenen Patienten standen unter einer ADHS-Medikation, 25 hatten früher entsprechende Mittel eingenommen und in 49 Fällen war keine Pharmakotherapie erfolgt. Weiteren Analysen zufolge lag das kardiovaskuläre Risiko unter ADHS-Medikation um ein Viertel niedriger als bei gleichaltrigen Kontrollprobanden ohne Behandlung (Hazard Ratio 0,75, CI 0,31–1,85)).


Aufgrund des Konfidenzintervalls könne eine Verdopplung des relativen Risikos nicht ausgeschlossen werden, aber auch in einem solchen Fall bliebe das absolute Risiko sehr gering, schreiben die Autoren.

Quelle: William O. Cooper et al., N Engl J Med 2011; online first

 

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