Donnerstag, 23. Oktober 2014

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07.03.2006
Von: AFP
Artikel Nummer: 8354
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Gefährliche Arzneien

Arzneimittel mit der Chemiekalie Dibutylphthalat (DBP) als Zusatzstoff können laut einem Bericht des ARD-Magazins "Plusminus" die Gesundheit schädigen.


Bei einer Testreihe sei der Grenzwert für die Langzeiteinnahme von DBP um mehr als das 60-fache überschritten worden, teilte "Plusminus" am 6. März in Köln mit. "Dies ist eine Größenordnung, bei der man mit Gesundheitsschäden zu rechnen hat", zitierte das Magazin den Umweltmediziner Jürgen Angerer von der Universität Erlangen. Der Weichmacher DBP wird demnach von Weltgesundheitsorganisation und EU als "frucht- und entwicklungsschädigend" eingestuft. In Babyartikeln, Kosmetika und Spielzeug sei DBP mittlerweile verboten; als so genannter Hilfsstoff in den Hüllen von Medikamenten sei die Chemikalie aber weiter zugelassen.

Dem Bericht zufolge gibt es in Deutschland 51 Arzneimittel, in denen der Hilfsstoff DBP enthalten ist. Rund die Hälfte davon sei frei verkäuflich. Bei den Präparaten handele es sich unter anderem um Medikamente gegen Erkältungen, Bronchitis, Asthma, Schlafstörungen, erhöhte Cholesterinwerte oder Eisenmangel. Einige davon seien im Beipack-Zettel ausdrücklich als für Schwangere geeignet gekennzeichnet. Hingegen berichtete das ARD-Magazin mit Blick auf die Untersuchungsreihe, durch den Zusatzstoff seien Kinder im Mutterleib gefährdet.

 

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