Donnerstag, 17. April 2014

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23.10.2002
Von: AW
Artikel Nummer: 288
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Koffein besiegt den Schlaf-Kopfschmerz

Er überfällt seine Opfer im Schlaf, ist dumpf oder pulsierend und meist bilateral lokalisiert: Der Hypnic Headache, auch Wecker- oder Alarm-Kopfschmerz genannt. Wie lässt er sich bezwingen?


Meist sind es ältere Menschen, die unter dem Hypnic Headache leiden. Das Durchschnittsalter bei Erstmanifestation lag einer Literaturrecherche zufolge bei ca. 63 Jahren. Die meisten Patienten beschrieben die Schmerzen als dumpf oder pulsierend. 60 % berichteten, dass die Symptomatik ca. drei Stunden nach dem Einschlafen, zwischen 1 und 3 Uhr morgens, beginnt. Bei einigen besserten sich die Kopfschmerzen, wenn sie aufstanden. Etwa zwei Drittel gaben bilaterale Schmerzen an, schreiben Privatdozent Dr. Stefan Evers vom Universitätsklinikum Münster und Professor Dr. Peter J. Goadsby, Institut für Neurologie, London, in der Zeitschrift "Nervenheilkunde".

 

 

Als diagnostisches Kriterium gilt u.a., dass der Kopfschmerz mindestens 15-mal im Monat für wenigstens einen Monat auftritt und eine typische Attacke zwischen zehn und 180 Minuten dauert. Im Allgemeinen sind die Kopfschmerzen weder von Übelkeit und Erbrechen noch von Licht- oder Geräuschüberempfindlichkeit begleitet. MRT oder CT des Schädels zeigen keine pathologischen Veränderungen.

 

 

Was hilft gegen die Schmerzen? Im akuten Anfall ist Acetylsalicylsäure mäßig wirksam. Zur Prophylaxe wurde bisher am häufigsten Lithium eingesetzt, das auch die besten Erfolge zeigte. Auch Indometacin, Flunarizin und Koffein wiesen eine gute vorbeugende Wirkung auf. Bei den meisten nahm die Erkrankung einen chronischen Verlauf. Nur zwölf von 65 Patienten berichteten über ein spontanes Sistieren des Hypnic Headache.

 

 

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