Samstag, 13. Februar 2016

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19.12.2006
Von: Marlies Michaelis
Artikel Nummer: 10116
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Raucher stehen im Regen

Noch lodern die Flammen im öffentlichen Streit um das Rauchverbot in Restaurants. Still und effizient dagegen haben viele Konzerne schon gehandelt – mit Rauchverboten und Anti-Raucher-Programmen.


Immer mehr Raucher werden von den Firmen vor die Tür gesetzt – glücklicherweise nur für die Minuten, in denen sie rauchen. Rauchverbote und Nikotinpflaster werden zum Trend in den Betrieben, wie eine neue Studie vom Europressedienst zeigt.

Für die Studie Gesundheitsmanagement 2006/7 befragte der Dienst 500 ausgewählte deutsche Großunternehmen. 100 davon gaben umfassend Antwort. Das Ergebnis in Sachen Qualm: Jeder fünfte Raucher muss ausstempeln, um die Zigarette zu genießen, zwei Drittel der Firmen haben ein generelles Rauchverbot auf dem Firmengelände beschlossen und jeder fünfte Arbeitnehmer der befragten Betriebe muss sich zur Rauchpause ausstempeln. Immerhin 86 Prozent der Unternehmen fördern den Abschied von der Kippe mit entsprechenden Programmen, etwa Nikotinpflastern oder Seminaren.

Motivation für die Arbeitgeber ist laut Einschätzung des Europapressedienstes der Kostenfaktor: Durch das Rauchen verursachte Krankentage und verstärkte Reinigung verursachten gemäß den Angaben des European Network for Smoking Prevention Mehrkosten in Höhe von über 1000 Euro pro Raucher.

Im Vergleich mit einer ähnlichen Untersuchung desselben Dienstes von 2005 steigerten sich sowohl die Rauchverbote als auch die Anti-Raucher-Programme erheblich: Hatten im vergangenen Jahr noch die Hälfte aller Firmen das Rauchen auf ihrem Gelände generell untersagt, so waren es nun in der neuen Studie bereits zwei Drittel.

 

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