Donnerstag, 24. April 2014

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10.02.2004
Von: Dr. med. Anka Stegmeier-Petroianu
Artikel Nummer: 3209
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Spritze statt Salbe

Ein monoklonaler Antikörper ist die neueste Waffe im Kampf gegen aktivierte T-Zellen in der Haut von Psoriatikern. Die neue Substanz Efalizumab bindet an die CD11a-Untereinheit auf der T-Zelle und behindert dadurch den Übertritt der T-Zellen ins Gewebe. Darüber hinaus hemmt der Antikörper selektiv und reversibel die Aktivierung der T-Zellen und unterbindet so die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine.


Das dies nicht blosse Theorie ist, zeigen die Ergebnisse klinischer Studien mit Efalizumab, das vor kurzem die FDA-Zulassung in den Staaten erhalten hat. In drei Studien mit insgesamt 1651 Patienten besserten sich nach einer Behandlungsdauer von 12 Wochen bei 28% der Psoriatiker die Hautläsionen um mindestens 75%, gemessen am PASI, dem Psoriasis Area and Severity Index, so Dr. Kenneth Gordon, Loyola University Medical Center, Ilinois beim 62. Jahrestreffen der American Academy of Dermatology.

Bessere Ergebnisse durch gezielte Therapie

In der Plazebogruppe wurde diese Besserung bei 4% der Patienten verzeichnet. Einen PASI-50 erreichte etwa die Hälfte der mit dem neuen Immunmodulator behandelten Patienten. Die Substanz wirke besonders schnell und anhaltend. Die einmal wöchentliche Verabreichung als subkutane Injektion mache Efalizumab zu einer attraktiven Therapieoption für Patienten mit mässiger oder schwerer Psoriasis, so der Experte. Eines sollte man jedoch beachten: Bei einer plötzlichen Therapieunterbrechung droht bei 14% der mit Efalizumab behandelten Patienten ein Rebound-Phänomen, (Plazebo 11%). Darunter ist eine Verschlechterung des PASI-Scores auf 125% gegenüber dem Ausgangswert zu verstehen.

 

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