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01.06.2007
Artikel Nummer: 11088
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Eine Chance für die Liebe

Vor drei Jahren traten bei Karl-Heinz Reinhold (63 Jahre) erstmals Symptome einer erektilen Dysfunktion (ED) auf. Es fiel ihm damals äußerst schwer mit seiner Frau da­rüber zu sprechen und auch den Gang zum Arzt hat er lange hinausgezögert. Rückblickend ist er aber froh, den Schritt gewagt zu haben. Um auch andere Betroffene zu ermutigen, das Problem offen anzugehen und eine Lösung zu suchen, nehmen er und seine Ehefrau Monika gemeinsam an der Aufklärungsinitiative „Helden der Liebe“des Unternehmens Lilly teil, die zum Ziel hat, das Thema Erektionsstörungen zu enttabuisieren und Betroffene zu ermutigen, mit einem Arzt über ihr Problem zu sprechen.


Reinhold ignorierte zunächst die ersten Anzeichen einer ED. In der Folge traten die Probleme aber immer häufiger auf: „Ich bekam Panik, wusste nicht, wie meine Frau damit umgehen würde“, erinnert sich Reinhold. Er begann nach Ausreden zu suchen, um sexuellen Aktivitäten mit seiner Frau auszuweichen. Auch seine Ehefrau hatte anfangs nach Erklärungen für die Erektionsstörungen ihres Mannes gesucht. „Ich dachte, es sei vielleicht ganz normal, dass es bei ihm manchmal nicht funktioniert, und hätte vielleicht damit zu tun, dass er bei der Arbeit großem Stress ausgesetzt ist.“ Doch nach Wochen ohne Veränderung wollte sie die Situation nicht mehr hinnehmen und ergriff die Initiative. An einem entspann­ten Abend nach einem guten Essen sprach sie ihren Mann offen darauf an: „Ich habe ihm gesagt, dass seine Probleme vielleicht damit zu tun haben könnten, dass er seit 25 Jahren Diabetiker sei und dazu in den letzten Jahren auch noch an Bluthochdruck leide“, berichtet Monika Reinhold. Schließlich konnte sie ihn überreden, einen Arzt aufzusuchen. „Das Gespräch war mir zunächst sehr unangenehm, aber heute bin ich ihr sehr dankbar für diesen Anstoß“, bekräftigt Karl-Heinz Reinhold.

Er suchte daraufhin Dr. Udo Bermes, niedergelassener Urologe in Wiesbaden, auf. „Er nahm sich Zeit für mich und hörte mir zu. Dadurch hatte ich den Mut, offen über meine Probleme zu sprechen.“ Als der Urologe ihm dann erklärte, dass Erektionsstörungen heute gut behandelbar seien und die möglichen Therapieoptionen erläuterte, überwog allerdings seine Erleichterung.

„Mein Wunsch an eine Behandlung: Sie sollte so einfach zu handhaben sein wie möglich. Wir wollten unser Liebesleben doch wieder möglichst uneingeschränkt genießen können. Deshalb war ich froh, dass selbst für mich als Diabetiker eine Behandlung mit Tabletten infrage kam.“

Das Ehepaar Reinhold bekam danach von Dr. Bermes die Möglichkeit, Erfahrungen mit verschiedenen PDE 5-Hemmern zu sammeln und ist in einem intensiven Gespräch über die Handhabung der Tabletten und die Unterschiede hinsichtlich der Wirkdauer von ihm aufgeklärt worden. „Die unterschiedlich lange Wirkdauer hat sich in der Planung unserer sexuellen Aktivitäten als wichtiges Kriterium herausgestellt“, erklärt das Paar.

Ihnen war es wichtig, bei sexuellen Aktivitäten nicht auf die Uhr achten zu müssen. „Wir haben uns schließlich nach einem weiteren Beratungsgespräch mit Dr. Bermes für Tadalafil mit einem Wirkzeitfenster von bis zu 36 Stunden entschieden und sind bis heute dabeigeblieben. Damit haben wir nun eine größere zeitliche Unabhängigkeit und müssen nicht unmittelbar nach der Tabletteneinnahme sexuell aktiv werden“, erläutert Reinhold diese Entscheidung.

„Wenn ich eine Tablette am Morgen einnehme, ist es auch nicht schlimm, wenn am Abend die Stimmung nicht aufkommen will, denn die längere Wirkdauer kann mir sexuelle Aktivitäten auch noch am nächsten Tag erlauben“, berichtet Reinhold. Und seine Frau ergänzt: „Ich finde sogar, dass wir durch die Gespräche miteinander und auch die Zeit, die wir uns heute nehmen, unsere Sexualität viel bewusster und intensiver genießen.“

Helden der Liebe 
 

Gemeinsam mit dem Patienten die geeignete Therapie finden

Ein Gespräch mit Dr. Udo Bermes, niedergelassener Urologe, Wiesbaden

Welche Erfahrungen machen Sie bei Erstgesprächen mit Patienten, die mit Erektionsstörungen Ihre Praxis aufsuchen?

Dr. Bermes:
Ich begegne diesen Patienten fast täglich und stelle immer wieder fest, wie schwer es den Patienten fällt, ihre Probleme offen anzusprechen. Zumeist reicht es aus, sensibel nachzufragen, zum Beispiel wie es um ihr Liebesleben bestellt ist, um Gesprächsbereitschaft hervorzurufen. Die Schilderungen der Patienten sind dann oft sehr ausführlich. Sie nutzen die Situation, um sich endlich ihren Erektionsstörungen offen zu stellen. Diese Ausführungen können mir zudem bereits Erkenntnisse für die Anamnese und die spätere Therapieentscheidung geben.

Erläutern Sie Ihren Patienten alle zur Verfügung stehenden Therapieoptionen? Welche Rolle spielen hierbei individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen des Patienten an eine Therapie?

Dr. Bermes:
Gerade in der ED-Therapie spielt ein ausführliches Beratungsgespräch, das die sexuellen Gewohnheiten und Vorstellungen von einer Therapie mit berücksichtigt, eine wichtige Rolle. Der Patient hat ein Recht darauf, über alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten und deren jeweilige Vor- und Nachteile aufgeklärt zu werden, damit wir gemeinsam mit dem Patienten die für ihn individuell am besten geeignete Therapie herausfinden können. Die PDE 5-Hemmer werden zwar als First-line-Therapie eingesetzt, dennoch erläutere ich den Patienten auch die weiteren Optionen wie z.B. SKAT, MUSE oder Schwellkörperimplantation.

Die Unterschiede bei den drei zugelassenen PDE 5-Hemmern liegen vor allem in der Wirkdauer der einzelnen Substanzen. Berücksichtigen Sie die individuellen Präferenzen Ihrer Patienten bei der Entscheidung, welche Substanz eingesetzt wird?

Dr. Bermes:
Meiner Meinung nach sind bei der Frage, welcher der drei PDE 5-Hemmer verschrieben wird, die individuellen Bedürfnisse von Patienten ein relevanter Faktor in der Therapieentscheidung. So sind die drei verfügbaren PDE 5-Hemmer in ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit weitgehend vergleichbar, unterscheiden sich aber aufgrund ihrer pharmakologischen Eigenschaften in ihrer Wirkdauer.1 Deshalb kläre ich den Patienten darüber auf und frage ihn nach seinen Bedürfnissen im Hinblick auf den zeitlichen Aspekt bei seinen sexuellen Aktivitäten. Eine Therapie mit dem lang wirksamen Tadalafil mit einem breiten Wirkzeitfenster von bis zu 36 Stunden2 kommt vor allem für diejenigen Patienten bzw. Paare infrage, die sich größtmögliche Flexibilität in ihrer sexuellen Planung wünschen und die Tabletteneinnahme von ihren sexuellen Aktivitäten entkoppeln möchten.
 

1 Wright P. Comparison of phosphodiesterase type 5 (PDE5) inhibitors. Int J Clin Pract 2006; 60: 967–975
2 Fachinformation Cialis® (Stand Juli 2006).
   

Aufklärungsinitiative „Helden der Liebe“

Unter dem Motto „Helden der Liebe“ berichten ab Mai 2007 Männer mit einer erektilen Dysfunktion und ihre Partnerinnen über ihre persönliche Geschichte.

Diese Männer haben den Schritt zum Arzt gewagt und dort ihr Problem offen angesprochen. Sie gehen nun an die Öffentlichkeit, um andere Betroffene und deren Partnerinnen zu ermutigen, mit einem Arzt ihres Vertrauens über ihre Erkrankung zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Diese Informations- und Aufklärungsinitiative wird von Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg unterstützt.

Unterstützt wird die Initiative von Urologen aus Klinik und Praxis. Begleitend zur Aufklärungsinitiative bietet Lilly den behandelnden Ärzten ein kostenloses Service-Paket an zur ED-Beratung in der Praxis.

Das Service-Paket ist abrufbar unter
Telefon 01805 26 77 22 2* oder per
Telefax 01805 26 77 33
(* 0,12 Euro je angefangene Minute)
www.helden-der-liebe.de

Männer mit erektiler Dysfunktion erzählen auf der Website www.helden-der-liebe.de ihre persönliche Geschichte und berichten, warum sie an dieser Initiative teilnehmen.

 

Service

 
Eine Kooperation mit Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg
  

Impressum

Idee und Konzeption:
Inter Medical Sonderpublikationen
Unter den Eichen 5
65195 Wiesbaden

Redaktionsleitung: Brigitte Gonschorowski
Chefin vom Dienst: Alice Schmelz
Creative Director: Anette Klein (Leitung)

 

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