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Mittwoch, 22. Mai 2013

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17.12.2002
Von: ara
Artikel Nummer: 2505
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Schlafapnoe mit Strom bekämpfen?

Die Überdruck-Maske zur Behandlung der Schlafapnoe ist bei den Patienten nicht sehr beliebt. Viele wären dankbar, es ginge ohne Beatmung, z.B. durch Elektrostimulation im Pharynxbereich. Doch   funktioniert das?


Seit etwa zehn Jahren versucht man, der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) durch transkutane Elektrostimulation beizukommen. In Deutschland sind zurzeit zwei Systeme am Markt: Beim ApnoeStim 400® wird eine Elektrode unter dem Kinn und die andere im Mund platziert, behandelt werden soll zweimal täglich im Wachzustand für je 30 Minuten, wie Privatdozent Dr. Thomas Verse von der HNO-Universitätsklinik Mannheim beim Deutschen Kongress für Schlafforschung und Schlafmedizin berichtete. Eine erste Studie an 40 Patienten brachte ermutigende Resultate: Nach fünf Wochen konsequenter Anwendung des Geräts sank der Apnoe-Hypopnoe-Index deutlich ab, bei fast zwei Dritteln der Patienten um mindestens 50 %.

Schnarchen deutlich weniger

Dr. Verse und Kollegen haben nun das andere Gerät, den SilentOne®, getestet, bei dem man die Elektroden links und rechts unterhalb des Kiefergelenks auf den Hals klebt. Insgesamt 15 Schlafapnoe-Patienten wendeten die Elektrostimulationstherapie vier Wochen lang eigenständig an. Therapieabbrüche oder Nebenwirkungen gab es nicht, berichtete der Kollege. Wie die Polysomnographie nach der Behandlungsphase zeigte, sank der Apnoe-Hypopnoe-Index von 29 auf 21, was aber statistisch keine Signifikanz erreichte. Die subjektive Tagesmüdigkeit - als typische Folge der OSA - besserte sich kaum.

 

 

Was deutlich abnahm, war das Schnarchen, wie die Bettpartner der Patienten berichteten. Zudem ergab eine detailliertere Analyse, dass Patienten mit milder OSA überdurchschnittlich von der Therapie profitierten. Alles in allem blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück, konstatierte Dr. Verse. Möglicherweise lassen sich mit veränderten elektrophysiologischen Parametern - Reizdauer, Reizstärke, Reizmuster - oder längerer Therapiedauer bessere Erfolge erzielen.

 

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