Donnerstag, 17. April 2014

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15.08.2007
Von: Fabian Seyfried
Artikel Nummer: 11488
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Tödliche Umweltverschmutzung

Zwei von fünf Menschen sterben an den Folgen von Wasser-, Luft- und Bodenverschmutzung - und mit der wachsenden Weltbevölkerung nimmt dieser Anteil weiter zu, schätzen Wissenschaftler aus den USA.


Weltweit gehen 40 Prozent der Todesfälle auf Umweltverschmutzung zurück, ergab eine Studie der Cornell University. Neben direkten Folgen wie Unterernährung durch versuchte Ackerböden, die sechs Millionen Kinder pro Jahr tötet, berücksichtigten die Ökologen um David Pimentel auch indirekte Faktoren: Die zunehmend überfüllten Städte, Feinstaub in der Luft sowie die steigende Zahl antibiotika-resistenter Erreger (Human Ecology 2007, online first).

Pimentel wertete zusammen mit Studenten Daten von über 120 internationalen Studien aus. Die Wissenschaftler versuchten herauszufinden, warum sich gefährliche Krankheiten immer stärker ausbreiten, wie die Weltgesundheitsorganisation zuvor berichtet hatte. Als Ursache für die Verschlechterungen machten sie in den meisten Fällen Umweltverschmutzung als treibende Kraft aus:

  • Knapp die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, deren Abwassersysteme häufig überlastet sind. Das Leben auf engem Raum begünstigt außerdem die Verbreitung von Krankheiten wie Grippe und Masern.
  • 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser - 80 Prozent der ansteckenden Krankheiten gehen auf Keime zurück, die über das Trinkwasser übertragen werden.
  • Luftverschmutzung durch Rauch, Abgase und diverse Chemikalien töten drei Millionen Menschen pro Jahr - die Stoffe sind unter anderem mitschuldig an Krebs, Geburtsfehlern und Immunerkrankungen.
  • Über Lebensmittel und Wasser gelangen Schadstoffe aus dem Boden in den menschlichen Körper.
  • Globale Erwärmung und falsche Anwendung von Antibiotika sorgen für eine weite Verbreitung widerstandsfähiger Viren und Bakterien.

In den Krankheiten und der Unterernährung eine natürlich Begrenzung des Bevölkerungswachstums in einigen Teilen der Erde zu sehen, verurteilen die Forscher scharf. Wer die schlechten Lebensbedingungen zulasse, gefährde damit alle Menschen weltweit.
 

 

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