Sonntag, 21. Dezember 2014

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23.03.2002
Von: FJS
Artikel Nummer: 3732
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Fett am Abend frisst den Speck

Wer Kohlenhydrate und Fett bei den Mahlzeiten sorgfältig trennt, wird überzählige Pfunde leichter los. Die"KFZ-Diät" lässt sich leicht erlernen und verbessert zusätzlich mehrere Stoffwechselparameter.


In einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München nahmen 176 adipöse Probanden mit der KFZ*-Diät in zehn Wochen zwischen 0,7 und 18,6 kg (im Mittel 6,4 kg) an Gewicht ab. Drei insulinpflichtige Diabetiker konnten ihre Spritzdosen verringern, und auch bei 26 Hypertonikern ließen sich die Medikamente reduzieren. Das Gesamtcholesterin verminderte sich im Mittel um 15 % und die Triglyzeride verringerten sich um durchschnittlich 18 %. Der häufig bei Reduktionsdiäten zu beobachtende Anstieg der Harnsäure im Plasma trat dagegen nicht auf.

Tagsüber fast nur Kohlenhydrate

In einem Schulungsprogramm wurden die ursprünglich 203 Teilnehmer zu mehr körperlicher Bewegung angeregt und erlernten die Trennung von Kohlenhydraten und Fetten in ihrer Kost. So ernährten sie sich tagsüber fettarm, morgens zum Beispiel mit Müsli und mittags mit Beilagen, Gemüse und Salaten. Abends gab es eine Fettmahlzeit mit Fleisch, Fisch oder Käse. Auch waren fettfreie Zwischenmahlzeiten mit niedrigem Kohlenhydratgehalt erlaubt. Eine Mangelernährung ist ausgeschlossen, schreiben die Autoren in der Zeitschrift "Ernährungs-Umschau".

 

 

Durch die zeitliche Trennung von Kohlenhydrat- und Fettzufuhr wird die Lipolyse angeregt. Das erschwert die Aufnahme des abendlich verspeisten Fettes in die Depots. Stattdessen wird es nach Ansicht der Kollegen muskulär verwertet oder in der Leber gespeichert. Durch die Zwischenmahlzeiten sank der Grundumsatz kaum, auch ließen sich größere Schwankungen des Insulinspiegels vermeiden x96 und die Teilnehmer litten nicht an einem Hungergefühl. Entsprechend gut wurde die Diät von den Probanden angenommen: 96 % waren mit dem Programm zufrieden. Von den 57 Probanden, die die Diät ein Jahr lang anwandten, wurden 20 erneut untersucht, keiner hatte wieder zugenommen.

 

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