Starke Schnarcher, schlechte Rechner
Kinder, die wegen großer Rachen- oder Gaumenmandeln nachts schnarchen, haben häufiger schlechte Noten in Mathe, im Sachunterricht und im Lesen und Schreiben.
Eine Forschergruppe um Professor Dr. Christian Poets an der Universitätskinderklinik Tübingen hat Schulnoten und Auffälligkeiten im Schlaf bei 1144 Drittklässlern untersucht. Dabei hatten nur 16 % der Nichtschnarcher schlechte Mathematiknoten. Bei den Häufigschnarchern waren es 28 %, und unter den Immerschnarchern schlug sich fast die Hälfte mit einer Vier, Fünf oder Sechs im Zeugnis herum.
Nächtlicher Sauerstoffmangel scheint aber nicht die Ursache zu sein, da auch Schnarchkinder mit normalem O2-Gehalt im Blut schlechte Noten aufwiesen. Der Puls aber schwankte nachts stark, was die Forscher als Zeichen unruhigen Schlafs infolge der Atemstörung werten. Die Kinder sind einfach zu müde zum Lernen, vermuten die Autoren deshalb im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine".




