Montag, 30. Mai 2016

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04.04.2002
Von: Rd
Artikel Nummer: 2704
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Behindert Asthma Sangeslust?

Selbst eine Karriere als Opernsänger ist trotz Asthma möglich x96 sofern noch kein Emphysem besteht oder systemische Steroide erforderlich sind.


Entscheidend für das Singen ist nämlich nicht die Lunge, sondern Zwerchfell und Stimmbänder, erklären Dr. Urte Sommerwerck und Professor Dr. Nikolaus Konietzko vom Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie an der Ruhrlandklinik Essen in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift".

2 l/s reichen zum Schmettern

Das Zwerchfell erzeugt einen kontrollierten Luftstrom, den die Stimmbänder je nach Spannung und Schwingfrequenz in einen tiefen oder hohen Ton umwandeln. Die Lunge fungiert lediglich als Blasebalg und muss dabei nicht einmal eine besonders hohe Leistung erbringen: Kehlkopfmessungen bei Sängern haben ergeben, dass ein Atemstrom von 0,4 bis 0,6 l/s zum Singen reicht. Selbst ein Asthmatiker mit akuter Obstruktion bzw. im Anfall verfügt noch über etwa 2 l/s, eine zur Phonation völlig ausreichende Reserve, so die Experten. Erst wenn die Lunge überbläht, die Vitalkapazität vermindert und das Residualvolumen erhöht ist, kann es mit der Atemreserve knapp werden.

 

 

Da inhalative Steroide bei ca. 21 % der Patienten zu Heiserkeit führen und die Stimmlage verändern, sollte man in der Behandlung von Sängern Pulverinhalatoren den Vorzug geben. Denn bei Letzteren lagern sich weniger Steroide an den Stimmbändern ab.

 

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