Montag, 26. Januar 2015

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28.01.2006
Von: MW
Artikel Nummer: 8128
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Beim Hand-Biss sofort Antibiotikum

Statistisch gesehen wird jeder zweite Bewohner industrialisierter Länder einmal im Leben von einem Tier oder Menschen gebissen. Die Infektionsgefahr vor allem an der Hand besonders hoch.


Besonders „bissgefährdet“ sind Kinder und Briefträger. Neben Hunden als häufigste Beißer, findet man vor allem Katzen- und Pferdebisse. Tierbisse haben eine Infektionsrate von etwa 10 %. Führend sind hier Katzenbisse, da die Keime bei den typischen Punktionsverletzungen sehr tief ins Gewebe befördert werden, schreibt die Handchirurgin Dr. Susanne Kall von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Menschenbisse <ls />besonders gefährlich

Menschenbisse zeichnen sich durch ein ausgesprochen hohes Infektionsrisiko mit einer Rate von 30 bis 80 % aus. Besonders gefährlich: Die sogenannte Zahnschlagverletzung, bei der während einer tätlichen Auseinandersetzung die geballte Faust den Zahn des Gegners trifft. Hierbei werden oft Strecksehne und Gelenkkapsel durch den Zahn verletzt. Die Keime sind nach Streckung der Finger und Zurückgleiten der Sehne quasi eingeschlossen, und die Verletzung kann übersehen werden.

Unabhängig vom Verursacher gehören Bissverletzungen an der Hand immer zu den Hochrisikoverletzungen und erfordern innerhalb der ersten 24 Stunden eine Antibiotikabehandlung. Ansonsten erfolgt die Therapie. Die Wunde wird nicht genäht. Die Nachbehandlung umfasst  Ruhigstellung, tägliche Handbäder und eine Physiotherapie.

 

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