Freitag, 27. März 2015

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23.07.2010
Von: Dr. Stefanie Kronenberger Foto Irisblende
Artikel Nummer: 16249
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Blutreinigung kuriert schweren Hörsturz

Schon mehrfach wurde Ihr Patient von einem Hörsturz heimgesucht, aber die Infusionstherapie will nicht helfen. Kann hier eine Rheopherese mehr ausrichten?


In einer retrospektiven Studie an 25 Hörsturzpatienten hat man die Wirkung der extrakorporalen Blutreinigung untersucht. Alle hatten zuvor erfolglos Infusionen mit Kortikoiden plus Pentoxifyllin und Hydroxyethylstärke bzw. Dextran erhalten. Zudem litten die Patienten an Begleiterkrankungen wie Hypertonie, Diabetes oder Herzinsuffizienz und wiesen einen Fibrinogenspiegel > 350 mg/dl auf.

Zweimal Blut waschen kann genügen

Mit zwei Rheopheresebehandlungen im Abstand von circa neun Tagen erreichte man bei 17 Patienten eine rasche Hörverbesserung. In zehn dieser Fälle kam es sogar zur Restitutio ad integrum. Bei acht Betroffenen trat kein wesentlicher Zuwachs im Hörvermögens auf, schreiben Dr. Selma Uygun-Kiehne von der HNO-Klinik am Klinikum Lüdenscheid und ihr Kollege in der Zeitschrift „HNO“.

Die Wirkung der Rheopherese erklären sich die Autoren einerseits durch die verbesserten Fließeigenschaften des Blutes. Aber auch Effekte des erniedrigten Cholesterinspiegels auf die Haarzellfunktion könnten eine Rolle spielen.

 

Selma Uygun-Kiehne et al., HNO 2010; 58: 445–451

 

 

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