Mittwoch, 22. Oktober 2014

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17.04.2007
Von: Sonja Böhm
Artikel Nummer: 10763
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Bauchfett ist besonders schädlich

Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes – diese gefährlichen Krankheiten drohen besonders jenen, die ständig einen Schwimmring aus Fett mit sich herumtragen, auch wenn ihr Gewicht ansonsten normal ist, warnten Mediziner bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim.


Bauchfett verhält sich anders als Fett direkt unter der Haut, das zum Beispiel auf den Hüften abgelagert wird, erläuterte Philipp Stawowy, Berlin, auf der Tagung. Bauchfett setzt besonders viele Hormone frei und beeinflusst darüber den Stoffwechsel ungünstig: Bluthochdruck sowie Störungen des Zucker- und Fettstoffwechsels und der Blutgerinnung werden begünstigt. Dies wiederum fördert die Entstehung von Typ-2-Diabetes, von Infarkten und Schlaganfällen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO setzt den Grenzwert für einen „normalen“ Bauchumfang bei Frauen bei 80 Zentimetern und bei Männern bei 94 Zentimetern an. Ab einem Wert von 88 Zentimetern bei Frauen und 102 Zentimetern bei Männern scheint die Gefährdung besonders hoch zu sein.

Übrigens ist in Deutschland derzeit nur noch ein Drittel der Männer und weniger als die Hälfte der Frauen normalgewichtig. Etwa die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, jeder Fünfte muss bei einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 sogar als fettleibig gelten.

Der Rat der Mediziner lautet daher: Greifen Sie selbst zum Maßband und prüfen Sie Ihren Bauchumfang! Liegt dieser im Bereich einer erhöhten Gefährdung, lassen Sie von Ihrem Arzt checken, ob noch andere Gefahren für herz und Gefäße bestehen, ob Blutdruck, Blutfette und Blutzucker bereits gefährliche Veränderungen zeigen. Unabhängig davon ist es aber auf jeden Fall ratsam, einige Kilogramm abzunehmen und sich mehr zu bewegen - mindestens eine halbe Stunde pro Tag wird empfohlen. Bereits dies kann die Gefährdung deutlich reduzieren, belegen Studien.

 

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