Mittwoch, 16. April 2014

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19.11.2001
Artikel Nummer: 6118
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Was macht die Nase endlich frei?

Frage von Dr. Hans-Jürgen Dorschner,
Arzt für Allgemeinmedizin,
Frankfurt:

Die 48-jährige Patientin leidet seit ca. vier Jahren an einer chronischen, nichtallergischen Rhinitis. Antiallergika und Kortisonsprays blieben ohne Erfolg. HNO-ärztlicher Spiegelbefund sowie CT waren ohne pathologischen Befund. Besonders nachts ist die verstopfte Nase sehr lästig. Was kann man tun?


Antwort von Professor Dr. Wolfgang Elies,
HNO-Klinik, Klinikum Mitte,
Städtische Kliniken Bielefeld:

Bei allergischer und nicht-allergischer Nasenschleimhautschwellung greifen topische Kortikoide in den Histaminfreisetzungs- sowie den Entzündungsmechanismus ein und führen ursachenunabhängig zu einer Abschwellung der Schleimhäute. Ich rate deshalb, der Patientin ein topisches Kortikoid (z.B. Pulmicort® Topinasal®, Nasonex) zweimal täglich über sechs Wochen zu verordnen. Ein erster Erfolg ist nach sieben bis zehn Tagen zu erwarten. Auf Grund der Kortisonangst vieler Patienten sind Kontrollen erforderlich.

Keinesfalls sollten auf Dauer abschwellende Nasentropfen gegeben werden, da dies zu Abhängigkeit und Schleimhautschäden durch Imidazoline, aber auch Konservierungsmittel führen kann. Bleibt die konservative Therapie erfolglos, erscheint als einzige Möglichkeit die Konchotomie (operative Verkleinerung der unteren Nasenmuscheln) möglich.

 

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