Donnerstag, 21. August 2014

News

14.02.2000
Artikel Nummer: 5700
  • Es können nur eingeloggte Benutzer Kommentare verfassen
  • Empfehlen Sie diesen Artikel per E-Mail weiter
  • Artikel drucken

Woher kommt die Purpura?

Frage von Dr. Walter Himmel,
Hautarzt,
Mannheim:

Meine 50-jährige, ansonsten kerngesunde Patientin, hatte vor zwei Jahren eine Radiuskopffraktur links. Jetzt entwickelt sie seit einigen Monaten am linken Unterarm rezidivierend Erscheinungen im Sinne einer Purpura. Es treten Herde von etwa 1 cm Durchmesser auf, aussehend wie punktuelle hellrote Einblutungen, die sich rasch zurückbilden und keine Beschwerden verursachen. Um was könnte es sich handeln?


Antwort von Professor Dr. Wolfram Sterry,
Klinik für Dermatologie,
Universitätsklinikum Charité, Berlin:

Das Wiederauftreten von den umschriebenen purpurfarbenen Hautveränderungen an stets der gleichen Stelle ist ein typisches Charakteristikum der so genannten fixen Arzneimittelreaktionen. Es handelt sich bei diesem Krankheitsbild um allergische Reaktionen, die vermutlich durch T-Zellen vermittelt werden.

In der Regel kommt es innerhalb von vier bis 24 Stunden nach Einnahme des entsprechend auslösenden Medikamentes an einer oder mehreren Stellen, betont akral, zu rötlich-bläulichen, gelegentlich sich auch bullös umwandelnden Hautveränderungen.

Die auslösenden Medikamente sind vielfältiger Natur, gelegentlich sind es auch medikamentenähnliche Stoffe, die in pflanzlichen Produkten vorkommen. Die diagnostische Sicherung erfolgt durch eine Probebiopsie sowie eine dermatologisch-allergologische Diagnostik.

 

Artikel kommentieren

 

Um einen Artikel zu kommentieren müssen Sie sich einloggen. Falls Sie noch kein Login haben können Sie hier einen Zugang erstellen.

 
Geben Sie bitte Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich anzumelden.

 

Mehr zum Thema

 

Stichworte