Zirkeltraining nach dem Schlaganfall
Schlaganfallpatienten lernen mit Zirkeltraining in der Gruppe genauso gut gehen wie mit Einzel-Physiotherapie. Diesen Schluss lässt eine aktuelle niederländische Studie zu.
Die 250 Teilnehmer der Untersuchung hatten alle einen Schlaganfall erlitten, konnten aber mindestens 10 m weit gehen. 126 Patienten wurden einem Zirkeltraining – zweimal wöchentlich über 90 Minuten an acht verschiedenen Stationen – zugeteilt. Die Übungen waren so konzipiert, dass sie die Gehfähigkeit bessern sollten. Die übrigen 124 Insult-Patienten erhielten die übliche individuelle Physiotherapie, die den gleichen Zweck verfolgte.
Schlaganfall-Reha: Zirkeltraining so gut wie Einzeltherapie
Nach zwölf Wochen Therapie zeigte sich im Mobilitätsteil der Stroke Impact Scale kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die Zirkeltrainingspatienten erzielten aber eine etwas höhere Gehgeschwindigkeit und waren auch in puncto Gehstrecke und Treppensteigen leicht überlegen.
Mit vermehrtem Einsatz von Zirkeltraining in der Gruppe ließe sich wahrscheinlich Geld sparen, ohne dass die Qualität der ambulanten Reha leidet, schreiben die Studienautoren im „British Medical Journal“. Einschränkend aber muss gesagt werden, dass nur leicht bis moderat betroffene Schlaganfallpatienten einbezogen waren. Weitere Studien sollen neben der möglichen Kostenersparnis klären, welche Patienten am ehesten vom Zirkeltraining profitieren.
Ingrid G. L. van de Port et al., BMJ 2012; 344: online first





