Gluten: Patienten mit vorgeblicher Unverträglichkeit verdienen Aufmerksamkeit

Autor: Dr. Michael Brendler

Unter einer echten Zöliakie leidet hierzulande einer von 333. © wikimedia/Samir_Coeliac

Gluten ist zum Buhmann unter den Lebensmittelinhaltsstoffen avanciert. In der zumeist irrigen Annahme, es könne ihnen schaden, wird es von immer mehr Menschen gemieden. Trotzdem, Sie sollten diese Patienten ernst nehmen und in jedem Fall genauer hinschauen.

Beim Blick auf die Liste potenzieller Allergene kann man sich nur wundern: Wie hat es Weizen auf den menschlichen Speiseplan geschafft? Albumin- und Globulinproteine sowie Alpha-Purothionin gelten als Auslöser allergischer Reaktionen, das Lipid-Transfer-Protein wird mit belastungsabhängigen anaphylaktischen Reaktionen assoziiert. Darüber hinaus steht das Klebeprotein Gluten in Verruf, Bäckerasthma, Soforttypreaktionen beim Kind und weizenabhängige belastungsinduzierte Anaphylaxien hervorzurufen. Von der Zöliakie ganz zu Schweigen.

Tatsächlich Anlass, aus den genannten Gründen auf Weizen, Roggen oder Gerste, die sich in manchen ihrer Proteine gleichen, zu verzichten, haben trotzdem relativ...

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