Transplantation in Deutschland
Rund 4000 Organe pro Jahr verpflanzt
Medical Tribune Bericht
Im Jahr 2008 haben hierzulande 1198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für schwerkranke Patienten zur Verfügung gestellt. Hochrechnungen für 2009 kommen auf über 1200. Die Zahl der gespendeten Organe beträgt aktuell ungefähr 4000. Gegenüber der Rate von 2007 (4251) und 2008 (4050) zeichnet sich in den aktuellen Hochrechnungen für 2009 ein leichter Rückgang ab (3962), wie das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt mitteilte. Rund tausend Patienten sterben immer noch jedes Jahr, weil sie nicht rechtzeitig transplantiert werden können, hieß es weiter.
In manchen Spezialzentren sind dagegen große Zuwachsraten zu verzeichnen. So teilte die Universitätsklinik Münster (UKM) mit, dass man dort im vergangenen Jahr 183 Organe, vor allem Nieren, verpflanzt habe. Ein besonderer Zuwachs betraf die Frequenz der Lebertransplantationen: mit 51 Organen (25 im Jahr 2008) hat sich diese am UKM verdoppelt. Als die Klinik vor 20 Jahren mit diesen Eingriffen begann, waren es drei bis vier - im Vergleich hierzu sei die Rate von 51 eine sehr erfreuliche Zahl, wird Professor Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor der Klinik, in der Pressemitteilung zitiert. Dies dürfe über den allgemein herrschenden eklatanten Organmangel jedoch nicht hinwegtäuschen.
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 2009; 62: 32–33



