Bevölkerungsumfrage
Wirre Reform-Erwartungen
Medical Tribune Bericht
Diese Aussagen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller stellte Klaus-Peter Schöppner vom Institut TNS Emnid vor.
Kaum ein Bürger versteht die Gesundheitspolitik, doch ständig wird er mit ihr konfrontiert – das löst Verunsicherung aus, sagt Schöppner. Vielleicht erklärt dies auch manch unerwartetes Befragungsergebnis. So waren es Mitte Januar gerade die Besserverdienenden, die befürchteten, dass die Krankenversicherung mit einheitlichen Kopfpauschalen für sie teurer wird.
Dafür vermuteten am stärksten die Gruppen der „Älteren und Ärmeren“, dass sie von einer Gesundheitsreform profitieren werden. Ist das Weitsicht oder die Folge, dass sich laut Schöppner nur jeder vierte Bürger für Politik interessiert? Jedenfalls halten 46 % der Befragten den Anspruch, allen Patienten die notwendige Behandlung zukommen zu lassen, für richtig und bezahlbar – und genauso viele halten ihn für richtig, aber unbezahlbar.



