Erst Gewalt im Schlaf, dann Parkinson?

Medical Tribune Bericht

ROCHESTER – Patienten, die nächtliche Träume mitunter gewalttätig ausleben, sind nicht nur eine Bedrohung für ihre Partner. Sie kann auch Vorbote ernster Nervenleiden sein.

Bei der Störung des Schlafs, bei der keine Unterdrückung der Muskelaktivität statt findet, kann es zu allerlei Unfällen kommen. Patienten verletzen sich selbst ebenso wie ihre Partner, von blauen Flecken über Knochenbrüche bis hin zu Hirnblutungen wird berichtet.

Doch einige Schlafstörungen sollten noch aus anderen Gründen hellhörig machen, wie eine Untersuchung an 23 Betroffenen zeigt. Im Mittel elf Jahre nach Feststellung einer Schlaf-Störung in der REM-Phase entwickelten fünf von ihnen eine Demenz oder Parkinson. Weitere zehn schilderten Symptome, die den dringenden Verdacht auf eine dieser Erkrankungen weckte, heißt es in einer Pressemitteilung der Mayo Clinic.

Dies steht im Einklang mit einer aktuellen spanischen Studie an 44 Patienten mit gestörter Nachtruhe. 45 % entwickelten eine neurologische Störung – Parkinson oder Demenz. Spezifische Vorsorgemaßnahmen gibt es nicht, aber die Symptome lasen sich mit Medikamenten unterdrücken. Es scheinen zudem nur bestimmte Schlafstörungen betroffen zu sein.

MTD, Ausgabe 29 / 2006 S.24, CG

Kommentare zum Artikel

#1Erst Gewalt im Schlaf, dann Parkinson?

Medical Tribune / 28.11.07 22:22
Patienten, die nächtliche Träume mitunter gewalttätig ausleben, sind nicht nur eine Bedrohung für ihre Partner. Sie kann auch Vorbote ernster Nervenleiden sein.