Später ist besser
Schule für Teenies nicht vor halb neun
Medical Tribune Bericht
Jugendliche bekommen nicht genügend Schlaf – und das liegt nicht nur an dem Besuch von Discos und Kino-Spätvorstellungen. Richard Schwab und seine Kollegen von der University of Philadelphia untersuchten, wie Jugendliche ihr Schlafquantum einschätzten und fanden heraus, dass acht von zehn Schwierigkeiten hatten, morgens aufzustehen. Vorgestellt wurde die Studie auf der Jahrestagung der American Thoracic Society.
Die Wissenschaftler befragten 280 Schüler. Acht von zehn gaben an, dass es schwierig für sie sei, morgens aufzustehen. Nicht einmal jeder zweite hielt die Zeit nächtlicher Erholung für ausreichend. Und neun von zehn der Jugendlichen glaubten, dass mehr Schlaf ihre schulischen Leistungen verbessern würden.
Schwab überraschte das wenig: "Teenager brauchen mehr Schlaf als Erwachsene", sagte er, "ihr Tagesrhythmus ist phasenversetzt, so dass ihre ideale Einschlafzeit zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens liegt." Zudem benötigen Teenager acht bis neun Stunden Schlaf und nicht nur sieben bis acht Stunden wie die Erwachsenen. Beginnt die Schule dann früh am Morgen, so bekommen die Schüler nur sechseinhalb bis sieben Stunden Schlaf und den Teenies bleibt nichts anderes übrig, als das Schlafdefizit am Wochenende nachzuholen.
Deshalb fordert Schwab, dass der Unterricht an weiterführenden Schulen nicht vor halb neun Uhr beginnen sollte. Dies würde, so der Wissenschaftler, die Schlafdauer der Heranwachsenden verlängern und ihre schulischen Leistungen verbessern.



