Risse und Schmerzen
Fußlahm durch den Turnschuh
Sie müssen unglaubliche Belastungen aushalten - mehrere Millionen Schritte pro Jahr - und trotzdem fallen sie bei der täglichen Pflege oft unter den Tisch: Die Füße. Luftundurchlässige Turnschuhe oder harte Holzsandalen nimmt dabei vor allem die Haut übel: Es entstehen Risse, sogenannte Schrunden, die erhebliche Schmerzen verursachen können. Der Zentralverband der Podologen und Fußpfleger Deutschland e.V. (ZFD) gibt nun Tipps, wie man nicht so schnell aus dem Tritt gerät.
Die Ursachen für feine Risse vor allem an der Ferse sind vielfältig. "In Frage kommen zum Beispiel Fußdeformationen, Reizungen der Haut durch falsches Schuhwerk, berufsbedingte Einflüsse wie ständig feuchte Füße oder Druck von Arbeitsschuhen, Übergewicht, eine Alterung der Haut oder Veränderungen im Organismus, die zu einer Minderversorgung der obersten Hautschichten führen", erklärte Mechtild Geismann, Vizepräsidentin des ZFD.
Häufig ist das Schuhwerk Schuld an Schrunden. Als Hauptübeltäter nennt Geismann hier Holz- und Turnschuhe. Die "Holzkläpper" sind meist im Fersenbereich zu schmal oder sitzen so locker, dass die Träger mit jedem Tritt auf harte Kanten treffen. Als Schutzreaktion bildet sich verstärkt Hornhaut, die Haut wird unelastisch und reißt ein. Etwas anders sieht es beim Turnschuh aus: Bei den sportlichen Tretern sammelt sich leicht Schweiß im Schuh, der das Wachstum von Pilzen und Bakterien begünstigt. Das regt wiederum die Hornhautproduktion an - der erste Schritt zu Schrunden. "Ein Turnschuh heißt nicht umsonst Turnschuh und nicht Freizeitschuh", so Geismann.
Wer nicht wie Aschenputtels böse Stiefschwestern enden will, sollte auf gut sitzende Schusterrappen Wert legen. Die Zehen und der gesamte Fuß brauchen genügend Platz zum Abrollen. Mit Absätzen über vier Zentimetern und luftundurchlässigen Schuhen sollten die Füße höchstens kurze Zeit gequält werden. Mit passenden Sandalen kann man Schmerzen hingegen gut entgehen.
Neigt die Haut dennoch zu Rissen, helfen harnstoffhaltige Pflegeprodukte und die Hornhaut einmal pro Woche mit einer Sandblattfeile oder Bimsstein abzurubbeln. Von Metallfeilen rät der Podologen-Verband ab - sie treten die Haut mit Füßen.
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