Defizit schwächt nicht nur die Knochen
Depressionen vom Vitamin-D-Mangel?
Medical Tribune Bericht
Dafür untersuchten die Ärzte rund 1200 Menschen, 169 von ihnen litten an einer leichten Depression, 26 an einer schwereren Form. Es zeigte sich, dass die Vitamin-D-Spiegel in beiden Gruppen der Erkrankten um jeweils 14 Prozent niedriger waren als bei den Gesunden,berichten Witte J.G. Hoogendijk und seine Kollegen in den Archives of General Psychiatry (2008; 65: 508 – 512) .
Sind die Veränderungen Folge oder Ursache der Depression? Der Vitaminmangel könnte beispielsweise die Konsequenz krankheitsbedingt verminderter Außenaktivitäten sein. Andererseits gibt es aber auch Hinweise, dass das Defizit selbst den Hirnstoffwechsel ungünstig beeinflusst. Die Aufklärung bedarf weiterer Untersuchungen, doch davon unabhängig sollte nach Ansicht der Autoren nicht versäumt werden, die veränderten Spiegel auszugleichen – ob präventiv oder therapeutisch.



