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Typ-1-Diabetes

Definition

Beim Typ-1-Diabetes kommt es  zu einer fortschreitenden Zerstörung der pankreatischen Inselzellen, dieses Defizit wird meist durch den deletären Einfluss von Autoantikörpern ausgelöst, kann aber auch ohne fassbare Ursache (idiopathisch) entstehen. Die Folge ist ein ausgeprägter Insulinmangel, der therapeutisch ausgeglichen werden muss. Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist im Kindes-, Jugend oder frühem Erwachsenenalter.  Eine Ausnahme bildet der LADA (latent autoimmune diabetes of the adults), der anfangs nicht insulinpflichtig ist und deswegen leicht mit einem Typ-2-Diabetes verwechselt wird. 

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Patienten mit Diabetes können heute die ganze Welt erkunden. Vorausgesetzt, sie sind gut eingestellt und haben keine ernsten Folgeschäden. Dennoch...

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Symptomatik

Aufgrund der akuten Stoffwechselentgleisung entwickeln sich die Symptome (z.B. Harndrang, Durst, Müdigkeit) bei Patienten mit Typ-1-Diabetes relativ rasch, was die Diagnose erheblich beschleunigt.   

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Juckreiz in der Scheidenregion kann auf einen unerkannten Typ-1-Diabetes hinweisen. Rechtzeitige Diagnostik kann Entgleisungen verhindern.

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Hypoglykämie-induzierte EKG-Veränderungen unterscheiden sich offenbar je nach Tageszeit: Nachts finden sich eher Bradykardien, tagsüber vornehmlich...

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Untersuchung

Die Abklärung des Diabetes-Verdachts erfolgt anhand der Messung von Blutglukose und HbA1c-Wert, bei Bedarf ergänzt durch einen oralen Glukosetoleranztest.

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Im Rahmen der Freder1k-Studie werden Neugeborene auf eine genetische Prädisposition für Typ-1-Dia­betes untersucht. Die betroffenen Familien sollen...

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Die kontinuierliche Glukosemessung mit und ohne Kalibrierung wird immer öfter genutzt. Eine wichtige Frage dabei ist, wo der Sensor platziert werden...

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Im Kindesalter manifestiert sich der Typ 1-Diabetes in vielen Fällen in Form einer potenziell lebensbedrohlichen Ketoazidose. Bereits einige Zeit vor...

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Menschen mit chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für Grippeinfektionen. Bei ihnen verläuft eine ­Virusgrippe zudem häufig schwerer....

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Bei jungen Typ-1-Diabetikerinnen mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sollten Sie auch nach einer Essstörung fahnden. Vielleicht versucht die...

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Labor

Fest steht die Diabetesdiagnose bei einer Nüchternglukose  ≥126 mg/dl, auch bei einem Gelegenheitsblutzucker ≥200 mg/dl besteht eindeutig ein Diabetes, ebenso bei einem HbA1c-Wert ≥6,5 %. Für den oGTT mit 75 g Glukose ist ein Blutzuckerwert ≥200 mg/dl nach zwei Stunden beweisend. 

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Lassen sich bei Kindern multiple Antikörper gegen Inselbestandteile nachweisen, werden sie an einem Typ-1-Diabetes erkranken. Aber wann?

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Bei Migranten und Senioren ist auf den HbA1c-Wert womöglich kein Verlass. Ist der Glukosewert aussagekräftiger?

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Typ-1-Diabetiker, bei denen die Albuminexkretion in der Pubertät stark ansteigt, haben ein erhöhtes Risiko für renale und kardiovaskuläre...

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Differenzialdiagnostik

Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist in Kindheit, Jugend oder frühem Erwachsenenalter, bei früh auftretendem Typ-2-Diabetes ist evtl. eine Verwechslung möglich. Außerdem können  komorbide Ess-Störungen die Einstellung des Typ-1-Diabetes erheblich erschweren.  

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Diabetikerinnen stehen im Fokus der kürzlich erneuerten Leitlinie der DDG. Hohe subklinische Prävalenz und Risikoprofil führen zu gehäufter...

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Zahlreiche Hauterkrankungen sind eng mit einem Diabetes mellitus assoziiert. Das Spektrum reicht von Acanthosis nigricans bis zur Necrobiosis...

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Nur einmal Blut abnehmen, keine Glukosebelastung: Beim Nachweis des Diabetes mellitus stützen sich immer mehr Kollegen auf das HbA1c. Liegt der Wert...

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Wird eine Zöliakie nicht erkannt, drohen betroffenen Kindern Unterzuckerungen, Mangelerscheinungen und Osteoporose.

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Oftmals weisen Patienten Schilddrüsenprobleme oder Gluten­unverträglichkeiten zusätzlich zu ihrem Typ-1-Diabetes auf. Gerade Frauen scheinen ein...

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Der Nüchternblutzucker lässt einen Typ-2-Dia­betes vermuten, doch Alter und Gewicht des Patienten passen nicht ins Bild. Die fehlende Ketonurie...

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Das Wissen über SARS-CoV-2 und den COVID-19-Krankheitsverlauf – speziell auch bei Diabetes – wächst. Beim diesjährigen virtuellen EASD wurden...

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Pharmakotherapie und nichtinvasive Therapie

Im Zentrum der Therapie steht bei Patienten mit Typ-1-Diabetes der möglichst physiologische Ausgleich des Hormonmangels durch eine intensivierte Insulintherapie (ICT). Alternativ kommt auch eine subkutane Infusionstherapie mit einer Insulinpumpe infrage.

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Fortlaufend verfeinert: Als Fachgebiet innerhalb der Diabetologie zieht die Diabetes­technologie viel Aufmerksamkeit auf sich. Dies sollte den Blick...

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Ein halbes Jahr Therapie mit einem Hybrid Closed Loop (HCL) verbessert gegenüber der manuellen Insulingabe plus Blutzuckerselbstmessung die...

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Seit Jahrzehnten tüfteln Wissenschaftler, Techniker und Entwickler an Geräten, die den Blutglukosespiegel von Menschen mit Diabetes automatisch und...

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Nach klinischer Manifesta­tion eines Autoimmundiabetes kommt es meist zu einer teilweisen Remission mit sehr niedrigem Insulinbedarf und normnahen...

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Eine US-amerikanische ­Studiengruppe hat ein Hybrid-Closed-Loop-System inzwischen über sieben Monate bei Kindern mit Typ-1-Diabetes geprüft. Ihr...

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SGLT2-Hemmer sind die ersten oralen Antidiabetika, die als Add-on-Therapie für Erwachsene mit Typ-1-Diabetes zugelassen wurden. Ergebnisse erster...

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Invasive und Interventionelle Therapie

Für Patienten mit Typ-1-Diabetes, die aufgrund einer Nephropathie dialysepflichtig werden, kommt eventuell eine kombinierte Transplantation von Niere und Pankreas infrage. Alternativ ist auch eine Verpflanzung von Pankreas-Inselzellen möglich.   

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Erklärtes Ziel der technischen Entwicklung ist das autonom arbeitende „künstliche Pankreas“. Aktuell stoßen die entwickelten Systeme noch an ihre...

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Die Inseltransplantation kann das Leben von Menschen mit Typ-1-Dia­betes verändern, mitunter sogar retten. Die Hälfte der Patienten braucht hinterher...

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Die allogene Inselzelltransplantation ist eine gut verträgliche Option für Typ-1-­Diabetiker mit schlechter Blutzuckerkontrolle sowie häufigen und...

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Prävention

Einen Impfung gegen den Typ-1-Diabetes wird zurzeit erforscht, sie soll die Bildung von Antikörpern gegen Insulin verhindern. 

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Patienten mit hohem Risiko für Typ-1-Diabetes scheinen von ­Teplizumab zu profitieren.

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Kinder mit genetischer Prädisposition entwickeln öfter eine Insel-Autoimmunität, wenn sie Getreide, Gluten oder Ballaststoffe zu sich nehmen.

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In den letzten Jahren sind einige Ansätze zur Prävention des Diabetes Typ 1 gescheitert. Mit dem Anti-CD3-Antikörper Teplizumab gelang es jetzt...

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Lässt sich der Ausbruch von Typ-1-Diabetes hinausschieben? Diese Frage treibt Forschungsgruppen weltweit an. Nun wurde das Potenzial des Antikörpers...

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Die Prävalenz des Prädiabetes Typ 1 liegt bei Kindern auf dem gleichen hohen Niveau wie die der familiären Hypercholesterinämie. Da liegt es nahe,...

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Die diabetische Ketoazidose kann tödlich­ enden. Um sie zu verhindern, muss man die Risikofaktoren kennen und wissen, auf welche man Einfluss nehmen...

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Notfallmanagement

Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes kann der Insulinmangel zu einem ketoazidotischem Koma führen, typisch ist die Kussmaul-Atmung und der Acetongeruch in der Atemluft.  

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Die diabetische Ketoazidose ist die häufigste Todesursache von Kindern und jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes. Im Notfall heißt es: Volumengabe,...

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Leitlinien

Leitlinie "Therapie des Typ-1-Diabetes"

Leitlinie "Diabetes und Schwangerschaft" (gültig bis 30.12.2019)

Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle des Diabetes mellitus im Kindes- und Jugendalter" (gültig bis 22.10.2020)

Leitlinie "Zahnimplantate bei Diabetes mellitus" (gültig bis 30.08.2021)

Leitlinie "Diabetes und Straßenverkehr" (gültig bis 30.11.2022)

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Die aktualisierte Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes liegt vor. Der primäre Einsatz von Insulinanaloga gibt Anlass zur Diskussion.

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Die zweite Auflage der S3-Leitlinie „Therapie des Typ-1-Diabetes“ ist seit wenigen Wochen verfügbar. Leitlinienkoordinator Professor Dr. Thomas Haak...

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Kasuistik
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Eine 29 Jahre alte Typ-1-Diabetespatientin stellte sich in der diabetesspezifischen Psychotherapiesprechstunde von Diplom-Psychologin Susan Clever...

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Forschung
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Die Querschnittsstudie SAGE untersuchte weltweit, wie erfolgreich die medizinische Versorgung von Patienten mit Typ-1-Diabetes ist. Auch wenn die...

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Typ-1-Diabetes ist nicht gleich Typ-1-Diabetes. Es kommt darauf an, wann die Stoffwechselkrankheit diagnostiziert wurde.

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Nicht bei allen Kindern mit hohem genetischen Risiko manifestiert sich ein Typ-1-Diabetes. Im Rahmen der TEDDY-Studie werden Umweltfaktoren und...

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Noch sind es vor allem Forschungsansätze – doch perspektivisch könnten gezüchtete Betazellen die Grundlage neuer Therapieformen bilden. Ansätze auf...

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Wie schlagen sich Closed-Loop-Systeme, die per Algorithmus über das Smartphone kontrolliert werden, im Alltag? Dieser Frage wurde in einer Studie...

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Möglicherweise lässt sich der Untergang der insulinproduzierenden Betazellen bei Typ-1-Diabetikern mittels einer Stuhltransplantation aufhalten. Mit...

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Die Wiederherstellung der physiologischen Insulinsekretion im Sinne einer „funktionellen Heilung“ ist ein Wunschtraum bei Typ-1-Diabetes. Welchen...

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Seit der Zulassung des ultraschnellen Insulin lispro (UrLi) gilt dieses als das am schnellsten wirksame Insulinanalogon auf dem Markt. Doch die...

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Fortbildungen

25.08.2021 | 17:00 - 18:00 Online

Dia:cussion „NVL Typ-2-Diabetes – Standard vs. personalisierte Medizin“

Termin findet Online statt.

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28.08.2021 | 8:30 Köln

CME Fortbildung - Allgemeinmedizin/Innere Medizin

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