Ätherische Öle: vernachlässigte Wundermittel?

Autor: Dr. Dorothea Ranft; Foto: Fotolia monropic

Viele ätherische Öle haben in Studien eine starke antibakterielle Wirksamkeit gezeigt. Sie können Antibiotika zwar nicht ersetzen, aber bei Hautinfektionen, schlecht heilenden Wunden oder fötiden Tumor-Ulzerationen lohnt sich ein Therapieversuch.

Die antimykotischen und antiviralen Eigenschaften ätherischer Öle werden in der Medizin schon länger genutzt – etwa zur Lokaltherapie von Fußpilz oder Lippenherpes. Aber auch die antibakterielle Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Einen besonders ausgeprägten Effekt gegen die Erreger von Haut- und Magen-Darm-Infektionen bescheinigen In-vitro-Studien Gewürznelken- und Zimtöl – gefolgt von Pfefferminz-, Teebaum- und Rosmarinöl.

Der Wirkmechanismus ist noch nicht lückenlos geklärt, die besten Daten liegen zu E. coli und Staph. aureus vor. Man vermutet, dass die ätherischen Öle gleich mehrere lebenswichtige Strukturen der Bakterien hemmen. Dieser Multi-Target-Effekt scheint die Resistenzbildung...

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