Alarmstufe Kot: Antibiotikaeinsatz nötig?

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Campylobacter jejuni (rechts) lauert vor allem in Rohmilch, in nicht durchgegartem Geflügel und Venusmuscheln. © CDC/Alissa Eckert

Bei jedem Patienten mit infektiöser Diarrhö den Stuhl auf Erreger untersuchen – das wäre medizinisch sinnlos. Zwei Darmspezialisten erläutern, welche Diagnostik sinnvoll ist, ob Meldepflicht besteht und wann eine Antibiotikatherapie nötig ist.

Schon wenige Fragen kreisen die Genese einer Diarrhö ein: Sistieren Durchfälle nachts oder nach Fasten, ist eine Infektion unwahrscheinlich, bei erkrankten Familienmitgliedern dagegen sehr wahrscheinlich. Eine genaue Abklärung des Erregers empfiehlt die DGVS*-Leitlinie nur für Risikofälle. Dazu gehören z.B. Patienten mit Fieber, blutiger Diarrhö, Immunsuppression, schwerem Krankheitsbild oder relevanten Komorbiditäten. Auch bei einer Antibiotikaeinnahme im letzten Vierteljahr (Clostridium difficile), Heimbewohnern oder auffälliger Häufung ist eine Erreger-Diagnostik angezeigt.

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