Anämie wird sträflich vernachlässigt bei alten multimorbiden Patienten!

Autor: Dr. Sascha Bock, Foto: wikimedia/Ed Uthmann

"Es gibt keine Altersanämie", konstatiert ein Geriater. Zwar hätten sich viele multimorbide Patienten an einen niedrigen Hb-Wert adaptiert – jedoch meist auf Kosten der Funktionalität. Damit sich Hochbetagte wieder berappeln, sollte man auf nicht hämatologische Anämiesymptome achten und frühzeitig eine Eisensubstitution i.v. erwägen.

Nicht weniger als 40–60 % der geria­trischen multimorbiden Patienten weisen eine Anämie auf. Besonders die damit einhergehenden ZNS-Symptome wie Fatigue, depressive Verstimmung oder Schwindel schränken Betroffene im Alltag ein (s. Kasten). Zudem stellt die Blutarmut einen entscheidenden Faktor für das Frailty-Syndrom dar, erklärte Professor Dr. Ralf-Joachim Schulz von der Klinik für Geriatrie, St. Marien-Hospital Köln.

Inzwischen vermehrt Überdosierung mit B12

Der optimale Hb-Referenzbereich liegt bei 14–15 g/dl für Männer bzw. 13–14 g/dl für Frauen. Diese Traumwerte findet man in der Geriatrie meistens erst gar nicht, so die Erfahrung des Referenten. Jedoch verschlechtert ein niedriges...

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