Auch bei uns: Folsäure ins Mehl schütten gegen Spina bifida?

Autor: AW

In Kanada, Chile und den USA werden Mehl und Getreideprodukte seit etwa zehn Jahren obligatorisch mit Folsäure angereichert. Und tatsächlich ist die Inzidenz an Neuralrohrdefekten in diesen Ländern um 15 bis 50 % gesunken. Aber Experten warnen: Es gibt auch Risiken!

Mit der Lebensmittelanreicherung soll erreicht werden, dass Frauen im gebärfähigen Alter bereits vor einer Konzeption gut mit dem Vitamin versorgt sind. Man hofft, so Neuralrohrdefekte und möglicherweise auch andere Fehlbildungen wie Herzfehler und Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte zu vermeiden. Aber ist es gerechtfertigt, deswegen die gesamte Bevölkerung auf Folsäure zu setzen, fragen Dr. Anja Osterhues und Kollegen vom Tumorzentrum der Universität Freiburg in einem Lancet-Kommentar.

Weniger Lähmungen, mehr Darmkrebs?

Schließlich gibt es auch Stimmen, die vor einer übermäßigen Zufuhr warnen. Vor allem bei älteren Menschen könnte dies einen Vitamin-B12-Mangel maskieren. Zudem gab es in letzter...

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