Auf einen klinischen Schub kommen zehn Schübe im Untergrund

Autor: rp

Bis vor zehn Jahren wusste man nur wenig über das Krankheitsbild Multiple Sklerose (MS). Doch mit der Beta-Interferon-Therapie mehrt sich auch das Wissen um pathophysiologische Vorgänge. So etwa auch, dass sich im Verborgenen viel mehr abspielt als klinisch erkennbar wird.

Heute geht man davon aus, dass auf einen klinischen Schub zehn Schübe im Untergrund kommen, die klinisch weder vom Patienten noch von einem Arzt bemerkt werden, erläutert Professor Dr. Patrick Oschmann vom Krankenhaus Hohe Warte in Bayreuth.

Das Problem an der Sache ist, dass trotz Fehlen klinischer Symptome Axone verloren gehen. „Wir sind bezüglich der Axone auf Reserve gebaut“, so der Experte, und: „Aber diese Alterungsreserve wird durch die Erkrankung aufgebraucht.“ Es kommt zwar zu körpereigenen Reparaturmaßnahmen, es bleibt aber immer ein Schaden zurück. Folge dieser inkompletten Remyelinisierung ist das sogenannte „Uhthoff-Phänomen“ – die Beobachtung, dass bei hohen Temperaturen sich...

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