Aus Praxis mach Puff: Kollege auf Abwegen

Autor: Sissi Stein-Abel

Bürokratiefrust, ärmliche Bezahlung – da kann auch ein erklärter Optimist seiner Praxis schon mal überdrüssig werden. Doch Geld für die Familie muss man ja verdienen. Ein Kollege aus Neuseeland wählte einen exotischen Weg aus der Misere: Nach heftigem Streit mit der Gesundheitsbehörde seines Bezirks über die mickrige Entlohnung von Bereitschaftsdiensten warf er kurzerhand die Brocken hin und rüstete seine Praxis um - zu einem Puff. Nachahmer sollten sich die Sache aber wohl überlegen, denn schon kürzlich hat das ärztlich geführte Freudenhaus mangels Personal und Kundschaft wieder dichtgemacht.

Im Vorgarten blühen weiße Hortensien und rote Fuchsia-Büsche, Dattelpalmen, pinkfarbene Geranien und Begonien. Das frisch gestrichene viktorianische Holzhaus mit den Buntglasfenstern leuchtet blütenweiß in der Sonne. „Puppenhaus“ nennen es die Einheimischen in Coopers Beach, einer verschlafenen 1500-Seelen-Gemeinde an einem dieser Traumstände in Neuseelands einsamem hohen Norden. Ein Schild vor dem Gebäude lässt ahnen, warum. „Spaß für Männer“, steht darauf. Und: „Termine nur nach Vereinbarung“.

Praxisräume wurden zum lizenzierten Bordell

Der kanadische Arzt hatte Anfang letzten Jahres nationale Berühmtheit erlangt, als er nach Streitigkeiten mit der regionalen Gesundheitsbehörde über die...

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