Ausdauersport bremst Parkinsonsymptome

Autor: Michael Brendler

Die mögliche Alternative bei M. Parkinson: intensives Ergometertraining. © iStock/FangXiaNuo

Bei der medikamentösen Therapie des M. Parkinson treten potenziell erhebliche Nebenwirkungen auf und mit der Zeit verlieren Präparate ihre Wirkung. Die mögliche Alternative: intensives Ergometertraining.

Ausdauertraining kann die motorischen Symptome von M. Parkinson lindern, im Tierversuch vermag es sogar das Neuronenwachstum anzuregen. Offen war bisher jedoch, wie sehr sich Erkrankte anstrengen müssen, um deratige Effekte zu erzielen.

US-amerikanische Kollegen haben deshalb 88 Patienten auf das Fahrrad-Ergometer steigen lassen. Rund die Hälfte trat vier Tage pro Woche in hoher Intensität und mit 80–85 % Maximalpuls-Rate in die Pedale, die andere Hälfte musste sich mit moderater Intensität (60–65 % Maximalpuls-Rate) engagieren. Weitere 40 Teilnehmer, die ebenfalls noch keine Medikamente einnahmen, fungierten als Kontrollgruppe.

Durchschnittlich war bei den Teilnehmern der High-Intensity-Gruppe nach sechs Monaten der motorische Wert in der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale nur um 0,3 Punkte zurückgegangen. Dem stand bei den Kontrollpersonen eine Reduktion um 3,2 Punkte entgegen und in der mittleren Sportgruppe um 2,0.

Die Studie habe gezeigt, so die Forscher, dass ein hochintensives Ausdauertraining für Parkinsonkranke in einem frühen Stadium nicht nur machbar und sicher ist, sondern wahrscheinlich auch klinisch relevante Effekte erzielt.

Quelle: Schenkman M et al. JAMA Neurol. 2018; 75: 219-226