Autismus und Asperger-Syndrom sind mehr als aktuelle Modediagnosen

Autor: Dr. Anja Braunwarth Foto: thinkstock

Immer mehr Eltern fürchten, ihr Kind habe eine autistische Störung. Doch was ist „nur“ abweichendes Sozialverhalten und was bereits Krankheit? Immerhin sind die Übergänge fließend. Eine Spezialambulanz kann bei Krankheitsverdacht weiterhelfen.

Hinter den Begriffen „autistische Störungen“ und „Autismus-Spektrum“ steckt eine große Palette klinischer Manifestationen unterschiedlicher Ausprägungsgrade. Stets handelt es sich um tiefgreifende Entwicklungsstörungen mit zwei charakteristischen Merkmalen:


• qualitativ beeinträchtigte gegenseitige Interaktion und Kommunikation und


• eingeschränktes, sich stereotyp wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten.

Die Grenzen zwischen auffällig und normal sind fließend

Diese Störungen bestehen von frühester Kindheit an und machen sich in den ersten fünf Lebensjahren bemerkbar. Die Grenzen zur „Normalität“ sind allerdings fließend. Immer mehr Eltern meinen – durch Spielfilme,...

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