Banker grabscht nach Arzt-Ehefrau

Autor: Michael Vetter

Allgemeinarzt Dr. S. ist baff: Trotz bisher hervorragender Beziehungen zur örtlichen Volksbank wird vom neuen Kundenberater die Verlängerung des Betriebsmittelkredites von 60 000 € davon abhängig gemacht, dass die Ehefrau des Kollegen den Kreditvertrag ebenfalls unterschreibt. Wie Ärzte in einer solchen Situation reagieren können, erläutert Michael Vetter, unabhängiger Bankberater aus Dortmund.

Auf seinen spontanen Anruf hin teilte dem Kollegen der Bankmitarbeiter mit, dass die Volksbank zu einer anderen "Risikoeinschätzung" gekommen sei. Weitere Einzelheiten wollte er ihm erst im persönlichen Gespräch mitteilen. Zur Vorbereitung informiert sich der Allgemeinarzt zunächst über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Er kann sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) berufen (Az.: XI ZR 248/99). Der elfte Bankensenat des BGH hat Einzelheiten zur so genannten "Ehegattenhaftung" geregelt, die danach nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Voraussetzung dazu ist ein entsprechendes "Eigeninteresse" des Mitunterzeichners eines Kreditvertrages.

Dazu müssen beide Eheleute...

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.