Bei Chemo kühlen Kopf bewahren: Kältekappe rettet Haare

Autor: Dr. Barbara Kreutzkamp

© dignitana

Die Kopfhautkühlung zur Vorbeugung von chemotherapiebedingtem Haarausfall funktioniert – zumindest bei weniger intensiven Regmies. Das zeigt eine prospektive Studie mit Brustkrebspatientinnen.

Die Alopezie gehört zu den subjektiv am stärksten belastenden Nebenwirkungen der Chemotherapie. Schon seit mehreren Dekaden werden Systeme zur Kopfhautkühlung während der Infusionen verwendet – früher in Form von häufiger zu wechselnden Kühlkappen, heute überwiegend als sensorgesteuerte Kühlsysteme mit zirkulierendem Kühlmittel.

Das Wirkprinzip leuchtet ein: Aufgrund der Kältekonstriktion der Kopfhautkapillaren gelangt weniger zytotoxische Substanz an die Haarwurzeln, der Haarausfall wird gelindert. Studienübersichten belegen den klinischen Nutzen, ein erhöhtes Risiko von Kopfhautmetastasen und insgesamt verkürzter Überlebenszeit besteht laut neueren Studien nicht.

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