Bei langwierigem Durchfall an Giardia lamblia denken!

Autor: Dr. Angelika Bischoff

Einmal im Magen-Darm-Trakt angelangt werden die Giardien schnell zum Problem. © iStock.com/Eraxion

Ihr Patient klagt seit Wochen über Diarrhö und hat deutlich abgenommen? Chinolone hätten außerdem nicht geholfen? Dann sollten Sie eine Giardiasis in Erwägung ziehen. Das gilt nicht nur, wenn der Betroffene sich in einem Land mit schlechten Hygienebedingungen aufgehalten hat.

Giardia lamblia existiert in einer aktiven fortpflanzungsfähigen Trophozoitenform sowie in einer Zystenform, die über Monate im Darm überdauern kann und auch für die Übertragung verantwortlich ist. Die Infektion mit den Zysten erfolgt fäkal-oral von Mensch zu Mensch, z.B. durch Trinken von kontaminiertem Oberflächenwasser oder Verzehr verunreinigter Lebensmittel.

Im Duodenum entstehen aus jeder Zyste zwei Trophozoiten, die sich im Jejunum durch Zweiteilung weiter vermehren und sich mit ihren Haftscheiben an das Zottenepithel ansetzen. Der Bürstensaum atrophiert unter diesem „Trophozoitenteppich“, sodass eine Malabsorption entsteht. Im Ileum kapseln sich die Trophozoiten wieder in Zysten...

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