Bei Patienten mit Morbus Bechterew Kältekammer anordnen

Autor: Birgit Maronde

Einmal einfrieren bitte und dann Sport treiben. Das soll bei Morbus Bechterew helfen. © wikimedia/RudolfSimon (CC BY 3.0)

Bei ankylosierender Spondylitis lässt sich der Effekt einer regelmäßigen Krankengymnastik steigern, wenn Betroffene zuvor in die Kältekammer gehen.

Eine polnische Arbeitsgruppe setzte 16 Patienten mit aktiver ankylosierender Spondylitis an zehn Tagen für jeweils drei Minuten -110 °C aus. Anschließend erfolgte für je 60 Minuten Krankengymnastik (KG). Eine Kontrollgruppe (n = 16) erhielt ausschließlich die KG.

Der klinische Effekt wurde anhand von BASDAI* und BASFI** ermittelt. Außerdem bestimmten die Kollegen anhand von Blutparametern Veränderungen des oxidativen Stresses – „was immer das sein mag“, kommentierte Professor Dr. Andreas Krause, Immanuel Krankenhaus Berlin.

Hochsensitives CRP ging stärker zurück

Durch die Ganzkörperkältetherapie gingen die klinischen Scores und auch das hochsensitive CRP signifikant stärker zurück. Welche Bedeutung die Veränderung der „zahlreichen, teils sehr ungewöhnlichen Blutparameter“ hat, bleibt unklar, kommentierte Prof. Krause. Übrigens war die Exposition bei -110 °C in einer weiteren Arbeit wirksamer als die bei -60 °C.

*Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index
**Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index

Quelle: 14. Rheumatologie-Update-Seminar