Beim Herzinfarkt nicht immer Sauerstoff geben

Autor: Sascha Bock, Foto: thinkstock

Ein Patient kommt mit akuter Angina pectoris in Ihre Praxis, im EKG fällt Ihnen eine ST-Hebung auf. Fast reflexartig zählt die O2-Gabe bei vielen Kollegen zu den Primärmaßnahmen. Doch genau das ist falsch: Liegt keine Hypoxämie vor, kann die Therapie sogar schaden!

Die langjährige Routine der O2-Therapie bei Myokardinfarkt basiert auf der Vorstellung, dass eine externe Sauerstoffgabe auch die Zufuhr zum ischämischen Myokard verbessern würde. Auf diese Weise, so die Hoffnung, ließe sich die Infarktgröße reduzieren. "Egal ob ein Patient rosarot oder blitzeblau ist, in der Klinik bekommt er erstmal Sauerstoff verabreicht," stellte Professor Dr. Christian Hamm von der Abteilung für Kardiologie der Kerckhoff-Klinik GmbH fest.

Doch durch einen erhöhten O2-Partialdruck könnte auch der koronare Gefäßwiderstand steigen und der Blutfluss in den Herzkranzarterien abnehmen. Die aktuelle randomisierte AVOID**-Studie bestätigt jetzt einen solchen negativen Effekt....

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