Beratung privat?

Dipl.-Med. Petra Marschollek,

Fachärztin für Allgemeinmedizin,

Königs Wusterhausen:

 

Wie verhält es sich mit der ärztlichen Beratung bei Verordnung von rezeptfreien Arzneimitteln auf Privatrezept? Ist es nicht legitim, diese Verordnungen (die ja oft auch eine bestimmte Ausbildung/Erfahrung erfordern) mit einem dem Zeitaufwand angemessenen Honorar zu belegen? Warum soll ich eine Leistung im Rahmen der GKV-Abrechnung für Verordnungen erbringen, bei denen sich die GKV der Kostenpflicht entzieht?

 

Maximilian Guido Broglie,
Fachanwalt für Medizinrecht,
Fachanwalt für Sozialrecht,
Wiesbaden:

Handelt es sich bei den ärztlichen Leistungen, die im Rahmen einer Verordnung rezeptfreier Arzneimittel erbracht werden, um kurative Leistungen und sind diese Bestandteil des GKV-Leistungskataloges, und des EBM, dann kann der Kassenarzt hierfür nichts separat privat liquidieren. Eine derartige Privatbehandlung hätte ohnehin auch vorher mit dem Patienten entsprechend des Bundesmantelvertrages vereinbart werden müssen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aus rechtlichen Gründen ist der Beitrag, den Sie aufrufen möchten, nur für medizinische Fachkreise zugänglich. Wenn Sie diesen Fachkreisen angehören (Ärzte, Apotheker, Medizinstudenten, medizinisches Fachpersonal, Mitarbeiter der pharmazeutischen oder medizintechnischen Industrie, Fachjournalisten), loggen Sie sich bitte ein oder registrieren sich auf unserer Seite. Der Zugang ist kostenlos.

Anmelden
Ich habe noch keinen Zugang und möchte mich kostenlos registrieren

Bei Fragen zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an onlinemedical-tribune.de.