Bis zum Tod Heparin spritzen?

Frage von Dr. Bernd-Rüdiger Kramer, Allgemeinarzt, Berlin:
Mein 87-jähriger Patient erlitt vor zwei Jahren eine Lungenembolie. Zehn Tage nach Absetzen der über drei Monate durchgeführten Heparintherapie kam es zum Rezidiv. Seitdem erhält der Patient Nadroparin. Ein erneuter Auslassversuch wurde nicht unternommen, eine Marcumarisierung ist nicht möglich. Eine Tumorerkrankung wurde ausgeschlossen. Wie lange kann bzw. sollte die Heparintherapie fortgeführt werden?

Antwort von Professor Dr. Sylvia Haas, Institut für Experimentelle Onkologie und Therapieforschung der Technischen Universität München:
Die Rezidivprophylaxe nach einer venösen Thrombembolie wird in der Regel mit einem Vitamin-K-Antagonisten durchgeführt. Bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeit der Substanzen stellt sich jedoch die Frage, ob und wie die Sekundärprävention mit Heparin erfolgen kann.

Niedermolekulare Heparine (NMH) weisen nach subkutaner Gabe eine reproduzierbare Dosis-Wirkungs-Beziehung auf. Außerdem haben experimentelle und klinische Untersuchungen gezeigt, dass sie einen geringeren Einfluss auf den Knochenstoffwechsel ausüben als unfraktionierte Heparine (UFH).

So...

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