Blut spenden verboten?

Frage von Dr. K. aus W.:
Unser 1976 geborener Sohn verließ mit uns sein Geburtsland Tansania im Juni 1979. Als er im Februar 2001 Blut spenden wollte, wurde er abgelehnt, da er zuvor den Nachweis erbringen müsse, dass sein Blut sicher frei sei von Malariaplasmodien. Klinisch gab es nie Verdacht auf eine Malariaerkrankung. Wie wahrscheinlich ist es, dass nach dieser Zeit tatsächlich bisher unbemerkt gebliebene Plasmodien vorhanden sind?

Antwort von Professor Dr. Klaus Fleischer,
Tropenmedizinische Abteilung,
Missionsärztliche Klinik,
Würzburg:

Von den vier möglichen Malaria-Erregergruppen des Menschen kann lediglich Plasmodium malariae, der Erreger der Malaria quartana, lebenslang im Blut rezidivieren, also auch noch nach 22 Jahren. Dies zeigt sich durch rezidivierende Schüttelfröste und Fieberschübe in unregelmäßigem häufig mehrmonatigem Abstand.

Pl. falciparum, Pl. vivax und Pl. ovale sterben im Körper auch ohne Therapie innerhalb von Monaten bis wenigen - maximal fünf - Jahren von selbst ab.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihrem Sohn nach 22 Jahren noch eine Malaria-Infektion vorliegt, ist daher minimal. Pl....

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